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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 04:51 Uhr

Stockcarrennen : Auf Crash-Kurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In Kohlenbek findet am Wochenende der zweite Lauf zur norddeutschen Meisterschaft statt. Auch Kultbauer Fiete Pahl ist beim Stockcarrennen in Bokelrehm am Start.

Die Motoren qualmen, die Räder drehen durch und es gibt jede Menge Schrott – am Wochenende starten im Bokelrehmer Ortsteil wieder die Stockcars. Gefahren wird Sonnabend, 16. August, ab 13 Uhr, und Sonntag, 17. August, ab 10 Uhr. Das Kohlenbeker Rennen ist der zweite Lauf zur norddeutschen Stockcarmeisterschaften.

Auf dem Kohlenbeker Acker ist wieder erlaubt, was im übrigen Straßenverkehr strengstens untersagt ist. Auf einer rund 700 Meter langen und mit Schikanen ausgestatteten Piste erwarten die Zuschauer von den Fahrern sogar, dass sie mit ihren Autos rasen, drängeln, rempeln und schubsen. Immerhin machen gerade diese „unerlaubten“ Dinge die Faszination des Sportes, der bereits seit 18 Jahren von dem Stockcar-Team Blue Wonder in Kohlenbek organisiert und ausgeführt wird, aus. Deshalb setzen die Teilnehmer vorwiegend alte und stark demolierte Fahrzeuge für ihr Hobby ein.

Zum ersten Mal dabei sein wird der vom Radiosender RSH bekannte Kult-Bauer Fiete Pahl. Er wird das Geschehen nicht nur kommentieren, sondern er wird in diesem Jahr erstmals selbst fahren. 100 Fahrer aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark werden an den Start gehen. Gemeinsamens Ziel ist es, möglichst viele Konkurrenten aus dem Rennen zu rammen, selbst aber möglichst unbeschadet den Rundkurs zu absolvieren.

Doch es gibt auch Regeln: So ist es selbstverständlich, dass ein Angriff auf ein bereits „außer Gefecht“ gesetztes Fahrzeug ein absolutes Tabu ist. Ist die Bahn blockiert ist, wird das Rennen abgebrochen. Eine vorne am Fahrzeug angebrachte Abschleppöse ist Pflicht, um bei einem Ausfall das Fahrzeug schnell von der Bahn zu befördern. Nur so kann ein zügiger Rennablauf gewährleistet werden. Vorgeschrieben ist außerdem ein Spritzschutz für den Fahrer gegen heißes Kühlwasser und austretenden Dampf. Zur Sicherheitsausstattung der Fahrzeuge gehören ein massiver Überrollbügel sowie ein Seitenaufprallschutz und Schutzgitter. Erlaubt ist außerdem nur ein 20-Liter-Tank. Des weiteren müssen sämtliche Scheiben, Scheinwerfer, Rückleuchten und Außenspiegel, alle Kunststoffteile, Zierleisten, Radkappen sowie alle brennbaren Materialien vom Fahrzeug entfernt werden.

Gestartet wird traditionell an beiden Veranstaltungstagen in fünf verschiedenen Klassen von 60 bis 130 PS und Allrad. Während am ersten Veranstaltungstag neben der technischen Fahrzeugabnahme ein Zeittraining und die ersten Wertungsläufe auf dem Programm stehen, füllen den zweiten Renntag Wertungsläufe und Rodeo aus, wobei es darauf ankommt, als letztes fahrbereites Fahrzeug übrig zu bleiben. Den Abschluss der Meisterschaft bildet die Siegerehrung mit Pokalübergabe.

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