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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 22:54 Uhr

Bilanz : Auch leichte Hilfe macht Arbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

61 Türöffnungen beschäftigen die Itzehoer Wehr in 2013. Der rechtliche Rahmen ist dabei heikel.

80 Mal ist die Wehr im vergangenen Jahr in Itzehoe zu Bränden ausgerückt, fast alle davon liefen aber unter dem Stichwort „Kleinbrand“. Neun Unterstützungen bei Feuern in Nachbarorten kamen hinzu. 18 Mal, 13 Mal davon in Itzehoe, wurde die Wehr gerufen, weil bei Unfällen Menschen eingeklemmt worden waren. Acht Einsätze gab es zur Tierrettung, 129 dagegen für Technische Hilfe. Noch nicht mitgezählt ist dabei das Öffnen von Türen, meist für den Rettungsdienst. 61 Mal rückte die Feuerwehr dazu im vergangenen Jahr aus – fast eine Verdoppelung. Ein Grund dafür: Immer mehr alte oder kranke Menschen lebten allein in ihrer Wohnung, so Wehrführer Peter Happe. Und noch eine Erklärung: „Es spricht sich bei Polizei und Rettungsdienst immer mehr rum, dass wir sehr schnell sind und eine Tür auch öffnen können, ohne sie zu zerstören.“ Das „Berliner Modell“, bei dem mit Motorsäge das Türschloss herausgesägt wird, ist nicht die Itzehoer Taktik. Die Wehr ließ sich die Technik von einem Profi zeigen, bekam Mittel für das nötige Werkzeug, und es wurden Seminare zur schonenden Türöffnung besucht. „In der Regel brauchen wir ein, zwei Minuten dafür“, so Happe. Aber die rechtliche Seite ist dabei immer im Blick. Der Einsatzleiter oder die Polizei entscheiden, denn: „Ich verletze jedes Mal ein Grundrecht, da will ich mich nicht in die Nesseln setzen.“

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erstellt am 13.Jan.2014 | 11:45 Uhr

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