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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 22:45 Uhr

Atommüll: Grüne sind skeptisch

vom

Für Kreisverband und Ortsverein viele Fragen offen

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

brunsbüttel | Auch wenn Bundesumweltminister Peter Altmaier Brunsbüttel wegen des kurzen Transportweges und der Nähe zum Elbehafen gern als Zwischenlager für atomaren Müll aus Sellafield sieht, so bleiben doch Zweifel, wie dieses umgesetzt werden soll. Dithmarschens Grüne äußern Skepsis angesichts des Vorhabens.

Kreis und Stadt akzeptieren lediglich eine Einlagerung des im Kernkraftwerk Brunsbüttel erzeugten Atommülls, "aber es bestehen noch große Bedenken an der Sicherheit dieses Zwischenlagers und der Zuverlässigkeit des Betreibers", betont Werner Overbeck, Sprecher des Ortsverbandes von B90/Die Grünen.

Auch Peter Mohrfeldt, Sprecher der Kreis-Grünen weist darauf hin, dass der Beschluss des Landtages viele Vorbedingungen für eine Lagerung in Schleswig-Holstein beinhalte und Brunsbüttel als konkreter Ort nicht benannt sei. Mohrfeldt: "Auf dem Kleinen Parteitag der Grünen haben wir noch einmal sehr deutlich gemacht, dass es nicht nur eine nationale Lastenteilung in dieser Frage geben muss, sondern auch eine regionale."

Die Grünen stimmen mit ein in den Chor der Kritiker: "Brunsbüttel darf nicht zum Lagerplatz für brisanten Müll in Schleswig-Holstein verkommen, die Belastung der Bevölkerung hat schon die Grenze des Zumutbaren erreicht." Wie bereits von Stadt und Kreis in einer gleichlautenden Resolution gefordert, unterstreicht Mohrfeldt, worauf es nun ankomme: "Wir bestehen weiterhin auf eine nationale Lösung, erst dann kann über die Standorte zur Zwischenlagerung entschieden werden."

Overbeck betont, dass die Debatte um die Zwischenlagerung gerade erst begonnen habe und das Ergebnis daher noch offen sei. Er begrüßt, dass eine Diskussion über die Verantwortung für den atomaren Müll in die Bundespolitik getragen werde. "Kein Bundesland wird sich aus der Verantwortung stehlen können und das Prinzip St. Florian wird nicht greifen", ist Overbeck überzeugt.

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