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Jahresrevision : Atomkraftwerk Brokdorf geht vom Netz – aber nur im Februar

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60 der 193 Brennelemente müssen ausgetauscht werden. Das ist ein Großeinsatz für Betreiber PreussenElektra.

Brokdorf | Das Atomkraftwerk Brokdorf im Kreis Steinburg wird bis Ende des Monats planmäßig keinen Strom mehr liefern. Der Reaktor geht an diesem Sonnabend für einen Wechsel der Brennelemente und für die Jahresrevision vom Netz, kündigte Betreiber PreussenElektra am Freitag an. 60 der 193 Brennelemente sollen durch neue ersetzt werden. Das Inspektions- und Instandhaltungsprogramm sieht auch vor, Ventile im nicht nuklearen Wasserdampfkreislauf zu prüfen.

Dabei wird beim An- und Abfahren des Reaktors reiner Wasserdampf in die Umgebung austreten. Es werden auch alle Brennelemente und die Einbauten im Reaktordruckbehälter inspiziert.

Etwa 1300 externe Fachkräfte verschiedener Servicefirmen kommen zum Einsatz. Laut PreussenElektra fließen während des Stillstands rund 21 Millionen Euro in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage. Seit dem letzten Revisionsstillstand im Juli 2016 sei das Kraftwerk ständig am Netz gewesen und habe in dieser Zeit über 6,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Mit dieser Menge könnten die Stadt Hamburg zu über 80 Prozent und Schleswig-Holstein zu über 60 Prozent ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Die Atomaufsicht in Kiel wache während des Brennelementewechsels und der Revision darüber, dass alle Sicherheitsanforderungen eingehalten werden, erklärte das Energieministerium.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 13:31 Uhr

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