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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 06:32 Uhr

"Arche Noah" bringt Bibelgeschichte

vom

Schwimmender Erlebnispark bereichert die Open-Ship-Meile am Binnenhafen - Holzschiff bleibt voraussichtlich bis zum 25. Juni

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Glückstadt | Köln, Hamburg - und jetzt Glückstadt: Die "Arche Noah", der erste schwimmende Bibel-Erlebnispark Europas, macht zu den Matjeswochen im Binnenhafen fest. Auf 2000 Quadratmetern Fläche über vier Stockwerke zeigt die Ausstellung, teils interaktiv, Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Ein Quiz für Kinder vermittelt spielerisch Wissen über die biblischen Geschichten. Von außen ist die "Arche" ein riesiges Holzschiff, das mysteriös auf dem Wasser des Lebens treibt. Die Bäume, aus denen es gebaut ist, schützen das Leben, so wie der mächtige Baum des Lebens, der zwölf Meter hoch durch das Schiff wächst und verborgen für die Außenwelt das Geheimnis des ewigen Lebens in sich trägt.

Auf dem 70 Meter langen, zehn Meter breiten und 13 Meter hohen Schiff werden die Geschichten, die die Kultur geprägt haben, lebendig. So trifft man hier Moses, wie er die zehn Gebote erhalten hat, die der Rechtsprechung als Grundlage dienen. "Ich will diese Geschichten erfahrbar, erlebbar machen: mit dem Kopf, aber auch mit dem Herzen und mit dem Gefühl", erläutert Initiator Aad Peters die Grundidee seines Projektes. Der niederländische Puppenspieler und TV-Entertainer hat das Schiff im Oktober 2010 gekauft und nach seinen Ideen mit 26 lebensgroßen Figuren der tschechischen Grafikerin und Bildhauerin Michaela Bartonova umgebaut.

"Für Glückstadt ist das ein Highlight", erklärt Jörg Mahn, Sprecher der "Inte ressengemeinschaft Matjeswochen auf dem Wasser". Seit Beginn dieser Woche steht jetzt fest, dass das riesige Schiff kommen kann - dank der großzügigen Bereitschaft der Segler, die ihre Boote für die Dauer des Aufenthalts in Glückstadt verlegen werden. "Wir benötigen die Liegeplätze am Rethövel", erklärt Mahn. "Die Arche Noah ist so groß, die hätte sonst die ganze Veranstaltung am Binnenhafen überragt."

Seit zwei Jahren ist Aad Peters mittlerweile mit dem Holzschiff unterwegs. Mehr als 170 000 Besucher zählte die Ausstellung seither. Die Ankunft in Glückstadt ist für Montag, 10. Juni, geplant. Eröffnung ist noch vor den Matjeswochen - am Dienstag, 11. Juni. Bis zum 25. Juni soll das Schiff dann im Binnenhafen vor Anker liegen.

Bei der Großveranstaltung wird die "Arche Noah" ein Bestandteil der Open-Ship-Meile sein. Seit Wochen machen Alfred Mantwitz, Eigner des Schleppers "Flensburg", und seine Mitstreiter Peter Jörgs, Reimer Ohlfest und Gerd Krause den Schlepper "Flensburg" für das Fest klar. Mehr als 14500 Arbeitsstunden haben die Schiffsfreunde seit dem Jahr 2000 in den Erhalt des Schleppers, der letzte aus der Bugsier-Serie, investiert. Zünftig wird es am 15. und 16. Juni an Bord zugehen - mit Live-Musik von "De Ole Stadtkappell". Für die Bewirtung der Gästen sorgen die Ehefrauen, Töchter und Enkel.

Erstmals bei den Matjeswochen dabei sind der Giekewer "Frieda" (Bj. 1909), das Hamburger Feuerlöschboot "Feuerwehr IV" (Bj. 1930) sowie die Dampf pinassen "Petit Four" und "Heihoo". Zur Besichtigung geöffnet ist auch die "Rigmor von Glückstadt" (Bj. 1853), das älteste fahrtüchtige Segelschiff Deutschlands. Möglich geworden ist das, weil die Matjeswochen durch die Vorverlegung auf das zweite Juni-Wochenende nicht mehr mit der Kieler Woche kollidieren. Neben anderen Schiffen beteiligen sich auch der Zollkreuzer "Glückstadt" und die "Fairplay VIII".

Die Interessengemeinschaft, die sich unterer anderem aus Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamtes, DLRG, Seemannsmission, Marschbahn-Freunde, Modellbauclubs, DGzRS, Treckerscheune Bahrenfleth, Familienbildungsstätte, Kanu-Verleih, Provianthaus-Verein und Fischereiverein Glückstadt zusammensetzt, präsentiert ein abwechslungsreiches Programm an Land und zu Wasser. Dieses reicht von Kinderanimation mit Pirat Messerjocke über Informationen zu Ausbildungsberufen beim WSA bishin zu den beiden Jux-Wettbewerben "Glückstädter Hafenquerung" (Sonnabend um 15 Uhr) und "Plattschaufel-Weltmeisterschaft" (Sonntag um 13 Uhr). Die DLRG bietet jeweils gegen 14.30 Uhr Rettungsübungen am Hafenkopf an. Neu ist der "Wackelbalkenwettbewerb", bei dem es darum geht, seinen Gegner vom Balken zu stoßen. Übrigens lässt sich das Hafengelände nicht nur zu Fuß erkunden, auch durch Muskelkraft - mit der Draisine der Marschbahn-Freunde oder im Kanu auf dem Wasser.Anmeldungen für die "Glückstädter Hafenquerung" und die "Plattschaufel-Weltmeisterschaft" nimmt die Tourist-Information Glückstadt unter 04124/937585 entgegen.

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