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Reaktivierung der Bahnstrecke : Arbeitskreis soll Störstadt an die Schiene bringen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wenn die Schiene nicht kommt, wird Kellinghusen abgehängt. Der Meinung ist die Ratsversammlung. Um Bewegung in die Sache zubringen, soll ein Arbeitskreis gegründet werden.

Ministerpräsident Torsten Albig und Verkehrsminister Reinhard Meyer (beide SPD) haben bereits eine Einladung der Stadt auf dem Schreibtisch. Mit seiner Post in Sachen Bahn war Bürgermeister Axel Pietsch (BFK) der Forderung von Ratsherr Horst Gabriel (FDP) in der jüngsten Ratsversammlung bereits zuvor gekommen. Das höchste Entscheidungsgremium der Stadt bleibt beim Bahnvorhaben weiter am Ball. Nachdem sich seine Mitglieder sich per Ratsbeschluss bereits einmütig hinter das Vorhaben einer Streckenreaktivierung gestellt hatten, folgten sie nun einstimmig einem Antrag der Kellinghusener Liste (KeLi). Die Wählergemeinschaft hatte den Besuch des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel, zum Anlass genommen, in der Ratsversammlung einen Antrag zur Gründung eines Bahn-Arbeitskreises (AK) zu stellen.

Anstoß dazu gab auch das aus Sicht der KeLi nicht zufriedenstellende Gesprächsergebnis der seinerzeit nicht öffentlichen Zusammenkunft. KeLi-Ratsherr Horst Nitz: „Wir alle wollen die Bahn“. Ein Beispiel für den Einsatz dafür sei unter anderem die Unterschriftenaktion des Kaufmännischen Vereins (KVK).

Ziel des zu gründenden Arbeitskreises sei, dass sich die Stadt an die Spitze aller Pro-Bahn-Aktivitäten setze. Es könne der Sache nur zuträglich sein, wenn auf diese Weise die vielfältigen Ideen und Aktionen koordiniert und gelenkt würden.

Der Liberale Gabriel fand den KeLi-Vorstoß, gebündelt Dampf zu machen, sehr gut: „Wenn wir die Schiene nicht bekommen, sind wir abgehängt,“ sagte er mit Blick auf einen Rundschau-Artikel über die Bebauung des ehemaligen Kasernengeländes in Breitenburg-Nordoe. Innerhalb von zwei Jahren soll dort im Rahmen des Projekts „Breitenburg-Park“ Wohnraum für 500 Menschen plus Flächen für Gewerbe- und Mischgebiet geschaffen werden. Der Investor hatte eingeräumt, auch das Liliencron-Areal angeboten bekommen zu haben. „Das hat er wegen der schlechten Verkehrsanbindung aber dankend abgelehnt“, zitierte Gabriel.

Auch die SPD unterstützte den KeLi-Antrag. Im Arbeitskreis könne weiter erarbeitet werden, was noch getan werde könne. Oliver Knebusch (KeLi) hob hervor: Nicht nachgelassen werden dürfe auch im Falle eines abschlägigen Bescheids. „Wir sollten auch dann nach dem Motto ‚Steter Tropfen höhlt den Stein‘ weiterarbeiten.“

Auf Nachfrage in der Einwohnerfragestunde aus den Reihen der Bahnkritiker unterstrich Bürgermeister Axel Pietsch (BFK) seine Worte, neben den Parteienvertretern sollten auch weitere Beteiligte und Betroffene im Arbeitskreis mitarbeiten können. Keine Antwort hatte das Stadtoberhaupt auf die Bürger-Aussage, aus politischen Kreisen sei gefordert worden, Bahngegner namentlich „an den Pranger zu stellen.“

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erstellt am 22.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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