Arbeitskreis für Millionen-Sanierung

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Quintett soll über die Zukunft des Freibades beraten / Gero Kleis sieht Bauausschuss „ausgehebelt“

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13. Juli 2015, 09:20 Uhr

Im November vergangenen Jahres hatte sich die Gemeindevertretung Brokdorf eingehend mit der Zukunft des über 30 Jahre alten Freibades und einer umfassenden Neugestaltung befasst. Zur Vorbereitung der weiteren Schritte hat das Ortsparlament einen fünfköpfigen Arbeitskreis gebildet. Ihm gehören Jörg Schmidt (CDU) als Vorsitzender (Foto) sowie Thorsten Block (CDU), Andreas Meyer (WGB), Michael Dombrowski (SPD) und Armin Meyer (WGB) an. Kraft Amtes kann Bürgermeisterin Elke Göttsche an den AK-Sitzungen teilnehmen.

Mit seiner Kritik und einem darin begründeten Antrag an den Gemeinderat konnte sich Gero Kleis (SPD) nicht durchsetzen. Er sah den eigentlichen zuständigen Bauausschuss als „ausgehebelt“ an. Dem fünfköpfigen Arbeitskreis würden ohnehin vier Mitglieder des Bauausschusses angehören und nur auf einer Position ausgetauscht. Dadurch seien die Mehrheitsverhältnisse außer Kraft gesetzt, da die SPD nur noch mit einem Abgeordneten vertreten sei.

Jörg Schmidt listete die Vorteile eines Arbeitskreises auf. Für ihn gebe es keine Ladungsfristen, so dass er kurzfristig zusammentreten könne. Er werde auch keine Entscheidungen treffen, sondern lediglich einzelne Punkte erarbeiten, die dann vom Bauausschuss zu beraten und zu entscheiden seien. Im Übrigen tage der Arbeitskreis ehrenamtlich. „Deshalb werden hier auch keine Sitzungsgelder verbrannt.“ Gero Kleis sprach sich für die Zuständigkeit des Bauausschusses aus, der komplett den Arbeitskreis bilden könnte. Bei Bedarf könnte er durch Fachleute aus der Amtsverwaltung wie Bauamt und Kämmerei in beratender Funktion ergänzt werden. Bei der Abstimmung über den Kleis-Antrag gab es nur eine Ja-Stimme des Antragstellers und neun Gegenstimmen. Kleis‘ SPD-Kollege Michael Dombrowski enthielt sich seiner Stimme. Bei der Besetzung des Ausschusses mit 10:1 Stimmen votierte er sogar mit CDU und Wählergemeinschaft zusammen.

Für die Zukunft des Freibades hatte das Planungsbüro Thalen Consult im vorigen Jahr einen Planentwurf vorgelegt. Die Sanierungskosten wurden mit 2,2 bis 2,5 Millionen Euro beziffert, der jährliche Zuschussbedarf mit 200  000 Euro. Auf einer Einwohnerversammlung mit 62 Bürgern hatten diese sich einvernehmlich für den Fortbestand des Freibades ausgesprochen.

Aufgabe des Arbeitskreises soll es jetzt sein, die baulichen Notwendigkeiten, die Argumente „pro und contra“ sowie die möglichen Sanierungsvarianten näher zu betrachten und für eine Abstimmung im Bauausschuss und Gemeinderat vorzubereiten.

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