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Arbeitsgruppe Bahn übt scharfe Kritik an Nordbahn und NAH.SH

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 17.Apr.2015 | 14:55 Uhr

Rund vier Monate nach der Übernahme der Bahnstrecke Hamburg-Itzehoe durch den neuen Betreiber Nordbahn reißt die Kette der Beschwerden über Probleme im Bahnverkehr nicht ab.

Dabei sollte eigentlich alles besser werden: Per Pressemitteilung räumte die Nordbahn vergangene Woche Startschwierigkeiten nach der Übernahme der Strecke Hamburg-Itzehoe ab dem 14. Dezember ein. Diese habe zu „anfänglichem Ärger, den die Fahrgäste an einigen Stellen berechtigt geäußert hätten“, geführt. Nun sei die Nordbahn aber „weitgehend im Routinebetrieb angekommen“.

Diese Einschätzung teilen weder die vielen verärgerten Bahnfahrer, die sich bei unserer Zeitung oder im Internet über Zugausfälle und Verspätungen beschweren, noch die überparteiliche Glückstädter „Arbeitsgruppe Bahn“. In dieser engagieren sich neben Bürgermeister Gerhard Blasberg und Politiker aller Fraktionen auch Fahrgastvertreter. „Mitnichten“ könne die Rede von Routinebetrieb sein. Stattdessen „werden die Glückstädter Bahnkunden auf eine harte Geduldsprobe gestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Arbeitsgruppe habe darauf gehofft, „dass es sich bei den Problemen der Nordbahn um Kinderkrankheiten handelt und dass der Betrieb sich normalisiert. Heute müssen wir mit Bedauern feststellen, dass dieses nach wie vor nicht der Fall ist“. Die Arbeitsgruppe fordert die Geschäftsführung der Nordbahn auf, „nicht die Augen vor den offensichtlich vorhandenen Problemen zu verschließen und endlich dafür Sorge zu tragen, dass der Zugverkehr auf der Strecke Itzehoe-Hamburg so wie versprochen reibungslos von statten geht“.

Die Kritik richtet sich auch an den Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH), den landeseigenen Auftraggeber der Nordbahn. „Wir Glückstädter erwarten ein professionelles Qualitätsmanagement“, heißt es in Richtung von NAH.SH. „Augen zu und durch“ sei zu wenig. Es gelte Mängel „zeitnah abzustellen“.

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