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Attraktive Innenstadt : Arbeiten am Masterplan für Itzehoe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Stadt will verschiedene Entwürfe bündeln, um an Fördergelder in Millionenhöhe von Bund und Land zu kommen.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2015 | 12:07 Uhr

Sie hat den Plan. Zumindest bald. Carolin Wandzik von der BIG-Städtebau aus Hamburg steht mit Kamera und Tablet ausgerüstet in der Kirchenstraße und schaut sich um. „Manchmal werde ich schon angesprochen, was wir hier machen und warum wir Privathäuser fotografieren“, sagt die Geografin, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Sören Rothert in diesen Tagen durch die Itzehoer Innenstadt streift. Ihr Ziel: Sie wollen einen Masterplan für Itzehoe erstellen, mit dem die Stadt in den kommenden Jahren Fördergelder in Millionenhöhe bei Land und Bund beantragen kann. „Wir sind Teil des Städtebauförderprogramms Aktive Stadt und Ortsteilzentren. Und dazu sind diese vorbereitenden Untersuchungen für ein städtebauliches Entwicklungskonzept der Innenstadt notwendig“, sagt Sina Esselborn-Große, die bei der Stadt das Projekt koordiniert. Sprich: Bis Ende des Jahres werden die Geografen eine Bestandsaufnahme in der Innenstadt machen, dabei geht es um Gebäude, Wege, aber auch Grünflächen. „Dazu werden wir mit Grundstückeigentümer und anderen Schlüssel-Akteuren sprechen, um uns ein möglichst vollständiges Bild machen zu können“, sagt Wandzik. „Ziel ist es, die Innenstadt attraktiver zu machen“, sagt der Leiter der Stadtplanungsabteilung, Marc Springer, und löst damit bei Bürgermeister Andreas Koeppen ein heftiges Nicken aus. „Es gibt ja schon viele Pläne, über Spiel- und Sporträume oder zum Verkehr – die sollen jetzt alle zu Rate gezogen werden, damit wir einen einheitlichen Plan für die Innenstadt bekommen.“ Dazu soll es möglichst im kommenden Jahr eine Prioriätenliste geben, was an welchen Veränderungen zuerst gemacht werden soll. „Das können einfache Maßnahmen, wie die Verstärkung von Werbung sein, mit der man sofort anfangen könnte“, sagt Wandzik. Koeppen denkt aber auch an bauliche Veränderungen wie die Umgestaltung des La Couronne-Platzes im Jahr 2018 oder des Theaterumfeldes sein – etwa mit der Störschleife. „Da wollen wir ran“, sagt Koeppen. Dabei dient der Plan dazu, die Projekte so zu planen und zu benennen, dass die Stadt von Land und Bund eine Förderung von insgesamt zwei Drittel der Kosten bekommen kann.

Bevor es aber konkret wird, würden alle Bürger öffentlich beteiligt, verspricht Marc Springer. Das werde vermutlich nach der Bestandsaufnahme durch die BIG im Dezember so weit sein. Bis dahin werden die Geografen aber noch ein paar Mal die Innenstadt durchstreifen, vor allem den Weg vom Dithmarscher Platz Richtung Theater. Und eines ist den Planern aus Hamburg dabei schon jetzt aufgefallen. Carolin Wandzik: „In so einer kleinen Stadt habe ich noch nie eine so lange Fußgängerzone gesehen.“

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