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Wolfgang-Ratke-Schule : Applaus für scheidenden Rektor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach 30 Jahren als Leiter der Schule in Wilster geht Uwe Maaß heute in den Ruhestand. Viel Lob und Anerkennung bei Abschiedsfeier.

Zum Abschied stimmte der Schulchor die Sportfreunde Stiller an: „Applaus, Applaus für deine Worte...“ Viel Beifall erntete Uwe Maaß für 30 Jahre Leitung der Wolfgang-Ratke-Schule aber nicht nur von den Kindern, sondern auch aus seinem Kollegium, von Weggefährten und von offizieller Seite. Gestern wurde der 63-Jährige von der kommissarischen Schulrätin Adelia Schuldt im Rahmen einer Abschiedsfeier im „Dückerstieg“ offiziell in den Ruhestand versetzt.

In den Akten, so berichtete Schuldt schmunzelnd, habe sie das Bild eines „Zausels mit Wuschelhaaren“ gefunden. Der gebürtige Wilsteraner hatte die pädagogische Laufbahn mit einem Studium in Flensburg angetreten. Thema einer Examensarbeit: „Vom Laufrad zum Klapprad.“ Bis heute ist Maaß leidenschaftlicher Radfahrer. Schuldt konnte nur auf zwei Begegnungen mit Maaß zurückgreifen. Hier habe sie ihn als leidenschaftlichen Lehrer und Schulleiter kennen gelernt. Schulverbandsvorsteher Walter Schulz meinte mit Blick auf eine Lebensleistung: „Klassenziel erreicht!“ Uwe Maaß sei bei Eltern und Kollegium gleichermaßen beliebt gewesen. Schulz bescheinigte ihm „großes Engagement und unbestreitbare Erfolge“. Von Uwe Maaß erfuhr man dann, dass er seinen Beruf letztlich dem Wilsteraner Bürgermeister zu verdanken hat. Als junger Mann sei er von Schulz ermuntert worden, die Übungsleitung für ein Tischtennis-Team zu übernehmen. Die Arbeit mit jungen Menschen hat ihm so viel Freude gemacht, dass er den Wunsch Bauingenieur zu werden frühzeitig an den Nagel hängte.

„Ruhig, gelassen, einfach ein guter Rektor“, beschrieb Konrektorin Yvonne Wilhelm den scheidenden Schulleiter, dessen Nachfolge sie jetzt antritt. Und aus dem Kollegium heraus meinte Personalrätin Beate Behnke: „Eines hat er nie aus den Augen verloren: Dass nämlich immer die Kinder im Vordergrund stehen.“ Und: Uwe Maaß habe bis zum letzten Tag Spaß und Freude am Schulalltag gehabt. Diese Eigenschaft, so wurde immer wieder deutlich, hat er während seiner langen Laufbahn auch immer wieder seinem Umfeld vermittelt. Und seine Schulleiter-Kollegin Ursula Preuß-Köhler von der Grundschule Wilstermarsch, die Maaß gemeinsam mit der Chefin der Gemeinschaftsschule Marlis Krumm-Voeltz würdigte, sprach von einem „Fels in der Brandung“.

„Das Schönste in den 30 Jahren ist gewesen, dass ich immer wieder neue Menschen kennen gelernt habe“, schwärmte Uwe Maaß rückblickend. Auf ausgiebige Bilanzen oder ein generelles Fazit wolle er ganz bewusst verzichten und lieber einfach nur Danke für eine schöne Zeit sagen. „Ich gehe auch morgen noch gern zur Schule“, kündigte er für seinen letzten Tag in der Wolfgang-Ratke-Schule an, wo er schon als Abc-Schütze vier Jahre lang die Schulbank gedrückt hatte. Er freute sich, dass auch zahlreiche seiner Weggefährten zur Verabschiedung gekommen waren – unter ihnen der langjährige Schulrat Erwin Henkies, dem er den guten Rat zu verdanken habe, niemals selbst Schulrat werden zu wollen. Ansonsten stellte Maaß voller Befriedigung mit einem Blick auf 40 Jahre als Lehrer fest: „Ich bin immer gerne zur Schule gegangen.“

Jetzt aber begleiteten ihn alle guten Wünsche in einen neuen Lebensabschnitt, den er vor allem seiner Familie mit Ehefrau Bettina, den drei Söhnen und zwei Enkeln widmen will. Als erstes stehen eine Mittelmeer-Kreuzfahrt und Opa-Pflichten auf dem Programm.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 05:07 Uhr

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