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Parken in der Innenstadt : Anwohner dürfen weiter am Fleth parken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verhandlungen über das Parkraummanagementkonzept gehen in die nächste Runde. FDP schlägt Schaffung von zwei Parkzonen vor.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 12:15 Uhr

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein – eine endgültige Entscheidung zum Parkraummanagementkonzept (PMK) ist auch diesmal nicht gefallen. Trotzdem scheint es, als ob die Mitglieder des Bauausschusses der Lösung ihres Dauerparker-Problems einen Schritt näher gekommen sind. Bis auf einige Details nickten die Fraktionen so gut wie alle sieben Punkte der Beschlussvorlage zum Anwohnerparken in der Innenstadt ab. Die Sonderparkrechte für Anwohner sollen demnach nur noch Am Markt statt zusätzlich auch Am Fleth aufgehoben werden. Außerdem sollen die kostenpflichtigen Parkscheine im Bereich Bahnhofstraße /Itzehoer Straße künftig durch Parkscheiben ersetzt werden, weil der Automat dort mehr kostet als er einbringt.

Einen ganz neuen Punkt brachte noch Stefan Goroncy (FDP) ins Spiel. Seine Fraktion beantragte, die zulässige Parkdauer auf den Parkplätzen mit Parkscheibe von zwei auf eine Stunde zu reduzieren. Der Grund: Die vorhandenen Parkplätze mit Parkscheibe würden von den Fahrzeughaltern – unter anderem Beschäftigte in der Innenstadt – auch dauerhaft genutzt, in dem sie die Parkscheibe einfach weiterdrehten. Wer jedoch einmal in der Stunde zum Nachdrehen müsse, könnte dadurch abgeschreckt werden.

Bei seinen Ausschuss-Kollegen stieß das auf wenig Zustimmung. „Ein Arztbesuch oder ein Termin beim Friseur dauern immer länger als eine Stunde“, wandte Annette Engemann (CDU) ein, auch ein gemütlicher Restaurantbesuch sei damit nicht mehr möglich. Der Antrag war damit vom Tisch. Außerdem schlug Goroncy vor, sich nach neuem Parkraum in der Innenstadt umzusehen. „Eine Belebung der Innenstadt braucht Frequenz – und dazu gehört eben auch, dass genügend Parkplätze vorhanden sind.“ Eine Möglichkeit sei der Marktplatz, an dessen innerem und äußeren Rand neue Parkplätze entstehen könnten, zum Beispiel durch die Verlegung der Taxi-Plätze zur Bushaltestelle hin. Dr. Siegfried Hansen (Piraten) hielt von dieser Idee nicht viel. „Das hatte schon Sinn und Verstand, dass man auf dem Marktplatz keine Parkplätze eingerichtet hat.“

Auf positive Resonanz stieß jedoch der Antrag der FDP, künftig zwei Parkzonen für die Sondernutzung durch Anwohner zu schaffen: eine Am Fleth und eine für die Straßen Königsstraße (bis zum Provianthaus), Ballhausstraße, die Namenlose Straße und die Straßen Groß- und Klein Neuwerk. Dadurch würde vermieden werden, dass auch Anwohner aus den umliegenden Straßen die Parkplätze Am Fleth besetzen würden. Zur genauen Abgrenzung der Zonen soll die Verwaltung einen Vorschlag entwickeln, über den dann bei der nächsten Sitzung des Bauausschusses – voraussichtlich im März – erneut abgestimmt werden soll.

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