Bauarbeiten in Glückstadt : Anwohner ärgern sich über Staub

Der Sachverständige Peter Wagner vor einer Pfütze auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks.
Der Sachverständige Peter Wagner vor einer Pfütze auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks.

Das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk in Glückstadt wird während Abrissarbeiten feucht gehalten.

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26. Juli 2018, 04:45 Uhr

Zahlreiche Nachbarn des ehemaligen Bahngeländes am Janssenweg haben sich bei der Stadt beschwert. „Zu viel Staub“ würde sich bei den Abrissarbeiten auf den sieben Hektar entwickeln, sagt Anlieger Peter Naber. „Wir haben Angst um unsere Gesundheit.“

Die Stadt Glückstadt hat reagiert, Baufirma und Besitzer auch. Zurzeit wird auf dem Areal Wasser gesprengt. Ein Teil kommt aus dem öffentlichen Wassernetz, ein anderer Teil aus einem Brunnen auf dem Gelände. Heute soll der Bolritt in Absprache mit dem Deich- und Sielverband aufgestaut werden, damit die Firma aus dem Gewässer entnehmen kann und nicht auf Trinkwasser zurückgreifen muss.

Die Nachbarn waren sauer, weil es ihnen in der vergangenen Woche zu staubig wurde. „Es ist wie ein Wirbelsturm“, sagte Peter Naber in der vergangenen Woche. Er mobilisierte die Polizei, die wiederum das Ordnungsamt der Stadt Glückstadt einschaltete. Zeitgleich setzte Naber ein Schreiben an die Bürgermeisterin Manja Biel auf und sammelt Unterschriften von den Anliegern.

Zwischenzeitlich wurde ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes tätig, aber auch Bauleiter Hans Kramer. Gestern war auch Jörg Bigeng vor Ort auf dem Gelände, er ist der Vater der Besitzerin des Geländes. „Wir haben in Absprache mit dem Ordnungsamt Schläuche gelegt“, sagte Bigeng. Ein Ende der Abrissarbeiten sei absehbar. „Wir bemühen uns.“

Bauleiter Hans Kramer verweist auf die fachliche Begleitung, die er zurzeit hat. „Hier wird bis zum letzten Staubkorn alles überwacht.“ Die fachliche Begleitung hat Peter Wagner, Sachverständiger für Bodenuntersuchungen aus Hamburg. Dieser schwärmte von der historischen Fläche, auf der einst Eisenbahnloks repariert wurden. Dort werde aus einer Industriebrache etwas zum Wohnen geschaffen, verwies er auf die Pläne, ein Wohnbaugebiet zu schaffen. Er sprach auch nicht von Abriss, sondern von Rückbau. Und er bestätigte beim Ortstermin, dass dieser nicht mehr staubt. Wie eine Bestätigung seiner Worte kam Harder Ibs mit einem Trecker plus Tank angefahren. Mehrfach würde er am Tag 8000 Liter Wasser auf der Baustelle verteilen, so der Lohnunternehmer aus der Blomeschen Wildnis. Das Wasser komme aus einem Brunnen auf dem Gelände.

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