Tourismus : Ansgar-Eiche für St. Cyriacus-Kirche

Jörg Hasenöhrl und Andreas Dethlefsen stellen Dimension der Ansgar-Eiche vor.
Jörg Hasenöhrl und Andreas Dethlefsen stellen Dimension der Ansgar-Eiche vor.

Zur Förderung des Mönchsweg-Tourismus soll an der Kirche eine Ansgar-Eicheaufgestellt werden.

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04. November 2013, 05:00 Uhr

Deutlich erkennbare Wegweiser brachte Andreas Dethlefsen auf der regionalen Strecke des Mönchswegs an. Die neue blau-weißen Zeichen mit dem Kirchenemblem weisen Radlern im Bereich Auufer, Breitenberg und Stellau nun den Weg. Den Mönchsweg vor Ort attraktiv halten möchte der Vorsitzende des Vereins Keramik Centrum Kellinghusen (KCK) auch auf andere Weise. Ideen dafür präsentierte er im Rahmen der KCK-Jahresversammlung.

Mit einer Mönchs-Skulptur – geschaffen von dem örtlichen Motorsägenschnitzer Jörg Hasenöhrl – gelang es dem KCK-Chef, im Bereich „Neuer Kamp“ eine viel beachtete Wegmarke zu setzen. Dort laden die rund 2,10 Meter hohe Eichenholzfigur „Mönch Martin“ sowie eine Sitzgruppe zum Verweilen ein. Zur Förderung des Mönchsweg-Tourismus will Dethlefsen auch weiterhin mit dem Holzkünstler zusammenarbeiten. Seine Ideen für die Zukunft: Eine Liliencron-Figur, ein drei Meter langer Stör sowie eine „Ansgar-Eiche“. Letztere solle auf den Spuren der Christianisierung – ihnen folgt quer durchs Land von Glückstadt bis Fehmarn der Mönchsweg - möglichst auf dem Gelände der St. Cyriacus-Kirche stehen. Versehen werden soll die Eiche auf der einen Seite mit einem Schnitzwerk einer heidnischen Szene und auf der anderen mit einer Figur des Ansgar-Missionars. Die Enden der Zweige weisen geschnitzte Gesichter auf.

Dethlefsen erinnerte in diesem Zusammenhang an Papst Urban, welcher seinen Missionaren auftrug, die Thing-Eichen – nach germanischem Brauch wurden an diesen Plätzen Versammlungen und Gerichtsverhandlungen abgehalten – zu fällen und durch Holzkirchen zu ersetzen. „Wenn Thor dann nicht Blitz und Donner schickte um die Kirchen zerstören, war die Überlegenheit den Christentums gegenüber dem heidnischen Glauben belegt.“ Wegen des Standorts hat Dethlefsen bereits Kontakt zur Kirchengemeinde aufgenommen. Derzeit sei das Thema Gegenstand von Beratungen im Kirchengemeinderat, teilte er mit.

Um die Dimension der Ansgar-Eiche zu verdeutlichen, zimmerten Dethlefsen und Hasenöhrl jetzt ein Holzgerüst in der ungefähren Größe der Ansgar- Eiche. „Die Höhe soll rund vier Meter betragen, die Äste ragen etwa 1,70 Meter vom Stamm ab.“ Drei Standorte, auf der Grünfläche jeweils rechts und links zwischen Kirche und Gedenkhalle, sowie auf der östlichen Seite der Kirche im Bereich der Bergstraße kommen nach Meinung des KCK-Vorsitzenden für eine Installation in Frage. Im Bild festgehalten, will er diese der Kirche zur weiteren Entscheidungsfindung vorlegen.

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