Wesselburen : Anne-Sophie Mutter erhält Brahms-Preis

Organisieren seit 15 Jahren die Brahms-Wochen: Professor Eckart Besch und seine Lebensgefährtin Elisabeth Piening. Foto: schmid
Organisieren seit 15 Jahren die Brahms-Wochen: Professor Eckart Besch und seine Lebensgefährtin Elisabeth Piening. Foto: schmid

Der mit 10.000 Euro dotierte Brahms-Preis wird in diesem Jahr an die weltberühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter verliehen.

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17. Februar 2011, 08:38 Uhr

Heide | Die weltberühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter kommt nach Dithmarschen. Am Freitag, 8. Juli, wird die hochdekorierte, sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Musikerin in der St. Bartholomäus-Kirche in Wesselburen den mit 10.000 Euro dotierten Brahmspreis entgegennehmen und die Violinsonate Nr. 3 von Brahms spielen. Mit dabei: Vladimir Babeshko, ein Stipendiat der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung. Die Laudatio hält Michael Russ, Vorsitzender der Stiftung.
Zu verdanken ist der Auftritt im beschaulichen Wesselburen Professor Eckart Besch, Vorsitzender der Brahmsgesellschaft Schleswig-Holstein. Immer wieder gelingt es ihm, Künstler von Weltformat nach Dithmarschen zu holen. Mit viel Geduld und langfristigen Planungen schaffte Besch es bereits, Thomas Quasthoff für die Brahmspreis-Verleihung zu gewinnen. "Anne-Sophie Mutter hat die Musik von Brahms in die ganze Welt getragen", erklärt Besch den Hintergrund für die Auszeichnung.
Den ersten Klavierunterricht erhielt Besch mit fünf Jahren
Verliehen wird der Brahmspreis im Rahmen der Brahms-Wochen, die längst fest im kulturellen Kalender verankert sind und bis nach Hamburg hinaus strahlen. Vor allem die besondere Atmosphäre der Dithmarscher Kirchen und im Brahmshaus auf Lüttenheid in Heide sind dafür mit verantwortlich. Vom 25. März bis zur Preisverleihung am 8. Juli werden Konzerte, ein Film und die Sommer-Klaviernacht - ein musikalisches Sommerfest mit kulinarischen Genüssen - geboten. Bis zu drei Jahre Vorlauf benötigen Besch und seine Lebensgefährtin Elisabeth Piening für die Planung. In diesem Jahr treten unter anderem auf das berühmte Geschwisterpaar Peter-Philipp und Hansjacob Staemmler, Miao Huang sowie Alexej und Nicolai Gerassimez. Besch bedauert, dass er es nicht schafft, die Jugend in der Region für die Musik zu begeistern.
Den ersten Klavierunterricht erhielt Besch mit fünf Jahren. Mit 32 Jahren wurde er von der Hamburger Musikhochschule zu einem der jüngsten Professoren Deutschlands ernannt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Er musizierte mit den Berliner Philharmonikern, den Hamburger Philharmonikern und dem NDR-Symphonieorchester. 1996 entschloss sich Besch, von München nach Heide zu kommen, um den Vorsitz der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein zu übernehmen. Johannes Brahms (1833 - 1897) gilt die ganze Leidenschaft des 79-Jährigen, der im März mit dem Dithmarscher Kulturpreis ausgezeichnet wird.
Nähere Infos: www.brahms-sh.de

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