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Steinburger Schulcrosslauf : Anna und Philipp Gehring Extraklasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

650 junge Schüler rannten querfeldein durch das Pünstorfer Gehölz

Steinburger Schulcrosslauf 2014: In diesem Jahr führte die im Kreis Steinburg größte Schulsportveranstaltung mehr als 640 Läufer zusammen. Während die Schüler der Jahrgänge 2002 bis 2005 Distanzen von gut einem Kilometer Länge zu bewältigen hatten, rannten die Aktiven der Jahrgänge 1996 bis 2001 das Doppelte. Der Kurs war zwar so gewählt, dass ihn jeder gut Trainierte bewältigen konnte, dennoch gehört er zu den schwierigsten Crossstrecken im Lande: Am 15. Dezember werden auf ihm die Meister für den Bereich des Schleswig-Holsteinischen Leichtathletikverbandes ermittelt.

Ein Blick in die Ergebnisliste des Steinburger Schulcrosslaufes offenbart, dass unter den Schnellsten ihrer Altersklasse insbesondere diejenigen zu finden sind, die einem Sportverein angehören und sich regelmäßig an Laufveranstaltungen beteiligen. Das gilt insbesondere für Anna Gehring und Philipp Gehring: Das Geschwisterpaar, das die Auguste-Viktoria-Schule in Itzehoe besucht, offenbarte Extraklasse. Während Anna Gehring (16), sie nahm in diesem Sommer an den U18-Weltmeisterschaften über 3000 Meter teil, den Zwei-Runden-Lauf nach 7:18 Minuten beendete, überspurtete Philipp Gehring (15) den Zielstich nach 7:14 Minuten. Schneller als sie war niemand.

Am spannendsten entwickelte sich die Konkurrenz im Lauf der männlichen Jahrgänge 2004 und 2005: Während Maximilian Ris und Julian Bossauer das Ziel zeitgleich nach 4:31 Minuten erreichten, lagen Michel Ludwig (4:32), Moray Zirpins (4:33), Kjell Britt (4:34), Till Britt (4:36), Neal Hoyer (4:37) und Leon Struve (4:38) nur knapp zurück.

Kräftig um die Treppchenplätze gekämpft hatten auch die Schüler der Jahrgänge 2000 und 2001. Nach zwei Runden erreichte Luca Holler (7:50) als Erster das Ziel und schlug dabei die beiden Landesspitzenläufer Luca Frahm (7:54) und Thilo Köhne (7:57).

In allen anderen Läufen hatten es die Sieger leichter: Sie erreichten den Zielstrich zum Teil mit deutlichem Vorsprung vor der übrigen Konkurrenz. Nicht zu schlagen waren in ihren Konkurrenzen Michelle Junga, Marvin Kraft, Mia Böthern, Nina Gründel, Nina Eim und Ferdi König.

Begleitet wurde die Veranstaltung von zahlreichen Helfern. In den Dienst der guten Sache hatten sich gestellt: Sanitäter des DRK Wilster, der Sportkurs „fit for fun“ der Wilhelm-Käber-Schule aus Hohenlockstedt, das „Sportprofil“ des elften Jahrgangs des Sophie-Scholl-Gymnasiums Itzehoe, der FSJ-ler Frederic Süßmann, der EDV-Fachmann Sebastian Benseler, Sanitätsassistenten der DLRG sowie die Leichtathletik-Senioren des Sportclub Itzehoe (SCI).

Mit im bewährten SCI-Team und ebenfalls als Kamprichter aktiv war Gerd Frähmcke. Der Olympiateilnehmer von 1976 in Montreal (3000 Meter Hindernis) sprach nach Abschluss aller Läufe von einer „sehr gelungenen“ und von der Kreisschulsportbeauftragten Ilka Linow „gut vorbereiteten“ Veranstaltung: „Der Cross war eine Werbung für die Leichtathletik, und das war ja auch das, was wir mit unserem Dazutun erreichen wollten.“ Sein Rat an die Läufer, die nach den ersten Erfahrungen im Gelände bei der Sache bleiben wollen: „Schließt euch den Clubs an. Es gibt im Kreis mehrere Vereine, die auch Leichtathletik anbieten.“

Auffallend: Die allermeisten Schüler hängten sich voll in den Wettkampf hinein. Es gab nur wenige, die sich gehen ließen und lustlos wirkten. Mit Feuereifer dabei war Ayman Hassan. Der Elfjährige von der Itzehoer Klosterhofschule hielt sich zunächst noch etwas zurück, drehte dann aber voll auf und eroberte so den zweiten Platz in seinem Wettbewerb. Selbstbewusst verkündete er nach dem Lauf: „Ich wusste, dass ich so stark laufen kann.“ Voll zufrieden mit ihrem Lauf war auch SSG-Schülerin Stella Bassow. Die Elfjährige spielt Fußball im Edendorfer SV und landete am Ende auf Platz fünf knapp hinter der starken Laura Frahm (AVS). Über den Lauftag urteilte sie: „Er ist eine gute Veranstaltung. Es gibt nichts, was man anders machen sollte.“

Ilka Linow dürfte dieses Urteil aus Kindesmund gern gehört haben. Es deckt sich mit den guten Rückmeldungen, die sie aus Lehrerkreisen erhalten hatte. Den Teilnehmern attestierte sie großen Durchhaltewillen: „Die Strecke war sehr anspruchsvoll und aufgrund ihrer Profilierung nicht leicht zu nehmen.“

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erstellt am 09.Okt.2013 | 17:45 Uhr

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