16. Itzehoer Störlauf : Anna Gehring und Viktor Kirsch über fünf Kilometer eine Klasse für sich

Unangefochten gewann Viktor Kirsch.
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Unangefochten gewann Viktor Kirsch.

Entscheidung fällt im vierten Lauf

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11. Mai 2015, 05:00 Uhr

Beim Itzehoer Störlauf gibt es traditionell mehrere fünf Kilometer lange Läufe, die zusammengefasst gewertet werden. In diesem Jahr fiel die Entscheidung im vierten Rennen, dass sich in seiner Gesamtheit so gestaltete: Von Anfang an waren mit Viktor Kirsch (16:09/Hingstheide) und Tim Hartmann (16:27/Büdelsdorf) zwei Landesspitzenläufer in Front, die dem Feld weit voraus liefen. Die Itzehoer Daniel Reese (17:22), Fynn Sänger (17:27), Philip Krützelmann (17:39) und Philipp Zelmer (17:44) hatten nicht die läuferischen Möglichkeiten, um das Spitzenduo zu gefährden.

Im Gegenteil: Die starke Anna Gehring (Itzehoe), die bei den Deutschen Jugendmeisterschaften über 5000 Meter Silber holte und sich in Kürze mit einer 3000 Meter Zeit von unter 9:30 Minuten für kontinentale Meisterschaften qualifizieren möchte, lief in 17:04 ebenfalls schneller als sie.

Innerhalb des Rennens war Daniel Reese zunächst zwar schneller unterwegs als Anna Gehring, doch hinter der Wendemarke brach er ein und musste die Bundesspitzenläuferin ziehen lassen. Und auch Paulina Kayßer (18:38/Itzehoe), Alicia Stölting (19:08), Sarah Kahre (20:13/Itzehoe), Johanna Grell (20:15/Glückstadt) und Alexa Michaelsen (20:32/Itzehoe) hatten nie eine Chance, den Sieg von Anna Gehring zu verhindern.

Die Entscheidung im Männerrennen fiel kurz vor dem Wendepunkt. Da riss Viktor Kirsch, der in der Hallen-Bestenliste des DLV (M40) die ersten Plätze über 1500 und 3000 Meter einnimmt, eine kleine Lücke, die Tim Hartmann danach nicht wieder schließen konnte. Dass er Viktor Kirsch gefährden kann, daran hatte der Marathonlandesmeister von 2011 ohnehin nicht geglaubt: „Es war zu erwarten, dass er das Ding macht“, sagte Tim Hartmann nach der Siegerehrung.

Zwar wollte Viktor Kirsch gern „unter 16 Minuten“ gelaufen sein. Dass es damit nichts wurde, hatte seiner Meinung nach nur den Grund: „Als Tim abfiel, hatte ich niemanden mehr, der mich drücken oder ziehen konnte.“ Unter den Bedingungen sei seine Zeit aber in Ordnung gewesen. Im Hinblick auf seine Teilnahme in drei Monaten bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Frankreich habe er den Störlauf als Standortbestimmung genutzt: „Ich bin voll im Plan, und das ist positiv.“

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