Anklage nach Schießerei

Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus

von
07. September 2016, 05:00 Uhr

Schießerei vor der Begegnungsstätte der Johanniter in Wellenkamp, ein Mann wird getroffen – es waren dramatische Minuten am 13. Juni in der De-Vos-Straße. Jetzt wird das Verbrechen juristisch aufgearbeitet: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben gegen die beiden mutmaßlichen Täter, unter anderem wegen versuchten Mordes.

Um 18.30 Uhr an jenem Montagabend wird ein Itzehoer (27) durch eine Pistolenkugel schwer verletzt. Zuvor stoppt ein mit zwei Männern besetzter Ford einen Audi, in dem drei Männer sitzen. Jeweils ein Insasse steigt aus, dann wird geschossen – ob einmal oder mehrfach, da hält sich Peter Müller-Rakow, Sprecher der Itzehoer Staatsanwaltschaft, ebenso zurück wie bei weiteren Details oder den Hintergründen der Tat. Denn genau um sie wird es in der Hauptverhandlung am Landgericht gehen. Zwei Itzehoer, 29 und 24 Jahre, der Ältere Armenier, der Jüngere staatenlos, müssen sich wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Hinzu kommen im zweiten Teil der Anklage versuchter Totschlag und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr: Als die beiden Männer vom Tatort fliehen, werden sie durch das Stadtgebiet verfolgt, wieder wird geschossen und das nachfolgende Auto mit zwei Insassen getroffen, die unverletzt bleiben. Erst im Rendsburger Kanaltunnel werden die beiden Tatverdächtigen von der Polizei gestellt.

Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. In diesem Fall dauert es meist nicht lange bis zum Prozess, aber derzeit kann Müller-
Rakow nur sagen: „Es gibt noch keinen Hauptverhandlungstermin.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen