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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 02:08 Uhr

Angst macht einsam

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 12:02 Uhr

In den Nachrichten: Terror, Krieg, Gewalt und Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. All das betrifft direkt auch uns. Das löst Unsicherheit aus, Verunsicherung und Angst. In jedem fremden Menschen wittere ich Gefahr. Versteht man dessen Sprache und Religion nicht, wird das Misstrauen noch größer. Im Gottesdienst, so könnte man denken, ist dann aber hoffentlich alles gut und alle sind lieb zueinander.

Aber an diesen Sonntag erzählt Jesus eine Geschichte von Mord und Totschlag. Ärgerlich. Nein. Wenn Jesus sich mit all dem auskennt, was sagt er dann zu unserer Angst? Seine Antwort: Vertraue darauf, dass Gott alle Menschen gleich geschaffen hat, welche Sprache, welche Art ihn anzubeten auch immer sie haben. Vertraue darauf, dass jeder Fremde genauso Gottes Geschöpf ist, wie du und ich. Auch er hat dieselben Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Ziele und Hoffnungen wie ich. So ist jeder Fremde in Wirklichkeit mein Nächster, mein Bruder, meine Schwester. Ihm gilt Gottes Liebe genau wie mir. Wenn ich dem Fremden liebevoll und vertrauensvoll begegne, wird Verständigung möglich, Verständnis und Gemeinschaft.

Liebe überwindet alle Grenzen von Sprachen und Religionen und Unterschieden. Angst dagegen trennt und macht einsam. Probiere es aus. Schon ein freundliches Wort und ein Lächeln wirken Wunder.

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