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Buchpräsentation : „Angie – Mehr als fünf Sinne“

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Gerda Thormählen stellt Sonntag in einer Premierenlesung in Wewelsfleth ihren Roman vor. In ihrem Erstlingswerk hat sie das so genannte Übernatürliche zum Thema genommen.

Die Grenzwelt ist ihr Thema: In ihrem ersten Roman „Angie – mehr als fünf Sinne“ lädt die Wewelsfletherin Gerda Thormählen ihre Leser dazu ein, sich mit Übersinnlichem zu befassen. Es ist die Geschichte eines Mädchens, das von Klein auf Dinge sehen und spüren kann, die anderen verborgen bleiben. „Das so genannte Übernatürliche wird auf eine natürliche Ebene heruntergeholt und liebevoll gelebt“, heißt es auf dem Buchrücken zum Inhalt. Gerda Thormählen (59) hat einen Roman verfasst, der eine besondere Gefühlswelt, eingebettet in ein spannungsreiches wie auch unterhaltsames Geschehen, vermittelt. Dabei geht es auch darum, mit welcher Problematik die esoterischen Gaben der kleinen Angie verbunden sind – und wie die Eltern lernen, diese Fähigkeit zu akzeptieren und die Tochter zu unterstützen.

Die Idee zu dem Buch entwickelte sich aus Gerda Thormählens eigener Lebensgeschichte heraus. „Ich bin ein Teil des Buches, eine kleine gute Hexe“, sagt sie lächelnd. Eine Veranlagung in die esoterische Richtung sei da, fügt die Reiki-Meisterin und -Lehrerin hinzu, die sich seit 1991 mit Reiki befasst. Es gebe viele Kinder, die mehr sehen und hören können als andere, dies aber nicht ausleben. „Das wird abgetötet, weil es nicht in die Gesellschaft passt.“ Ihr Roman solle auch ein Stück weit Eltern dazu anregen, ihre Kinder solche Gabe leben zu lassen, solle Beispiel geben, wie man damit umgehen kann.

Ebenfalls thematisiert hat Gerda Thormählen das Thema Mobbing. „Ich war selbst in meiner Kindheit Mobbingopfer“, erzählt die gebürtige Husumerin. Darüber kam sie quasi zum Schreiben, schon als Zwölfjährige habe sie darüber die negativen Erlebnisse verarbeitet – und auch in ihren Roman eingebracht, „mit anderen Gegebenheiten, aber ähnlich“.

Dies zur Leselektüre in Buchform zu machen, dafür entschied sich Gerda Thormählen während eines Urlaubs. Da war ihr der Lesestoff ausgegangen, sie nahm ein paar Blätter zur Hand und begann zu schreiben, später setzte sie die Geschichte am Computer fort. Nach etwa einem Jahr beendete sie ihr Werk, das dann im Engelsdorfer Verlag gedruckt wurde, zu beziehen auch über Amazon. Das Titelbild hat übrigens ihre Enkelin Svea als Fünfjährige gemalt. Gerda Thormählen ist verheiratet, hat einen Sohn und drei Enkelkinder.

Natürlich sei die Geschichte um Angie „ein bisschen überzogen“, räumt Gerda Thormählen ein. „Es ist schließlich ein Roman.“ Und doch: „Wenn man selber viele Erlebnisse in diese Richtung hat, sieht man das anders.“ Sie habe bei ihrer Arbeit als Fußpflegerein schon viele Menschen getroffen, die ähnliches erlebt hätten und lieber verheimlichten.

Dass ihr Buch Diskussionsstoff birgt, ist ihr klar. „Ich rechne mit allen Reaktionen, fühle mich nicht auf den Schlips getreten, wenn jemand sagt, dass er damit nichts anfangen kann.“ Und sie freut sich darauf, mit Lesern ins Gespräch zu kommen, wenn sie ihr Werk öffentlich präsentiert: bei der Premieren-Lesung am Sonntag, 19. Januar, um 17 Uhr im Weinkontor Wewelsfleth, Dorfstraße, und am Donnerstag, 30. Januar, um 14.30 Uhr beim literarischen Nachmittag der Gemeinde Brokdorf im Haus der Vereine. Dazu hofft sie auf viele Zuhörer.

Angie – mehr als fünf Sinne: erschienen im Engelsdorfer Verlag, 14 Euro,

ISBN 978-3-95488-529-9

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erstellt am 15.Jan.2014 | 12:22 Uhr

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