zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 19:36 Uhr

Anders leben – Buch macht Mut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Almut Atkins möchte ihre Erfahrungen teilen

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Sie lebte in Südafrika, in Griechenland, England, Deutschland – doch egal, wo Almut Atkins auch war, eines wiederholte sich: Sie traf auf Menschen, „die leben ohne viele Fragen zu stellen, denen die Lebensfreude aus den Augen strahlt“ – und sie traf auf Menschen, „die frustriert, abgespannt und elendig sind, die aufgegeben haben und gar nicht auf den Gedanken kommen, dass ihr Leben anders sein könnte“. Auch sie selbst sei oft eingespannt gewesen zwischen Lebensfreude und Angst, Vertrauen und Zweifel. Bis sie lernte: „Ich kann anders leben!“

Den Anstoß zu ihrer „Verwandlung“ gab eine Selbsterfahrungsgruppe, an der sie 1982 mit ihrem Mann Tom in Kapstadt teilnahm. Sie erkannte, „dass ich für alles, wirklich alles, in meinem Leben verantwortlich bin, für Gedanken, Worte, Taten“. Eine Erkenntnis, die sie nie wieder los ließ, ihr Leben veränderte – bis heute. Es sei ein Prozess mit Möglichkeiten und Mühen, Freuden und Schmerzen gewesen, sagt die 72-Jährige. Und immer wieder sei dabei der Wunsch aufgetaucht, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen. Erst sollten es Artikel werden, durch einen Anstoß ihres inzwischen verstorbenen Mannes wurde es schließlich ein Buch: „Anders leben“. Mehr als 20 Jahre dauerte es, bis es fertig war. Zunächst verschenkte es Almut Atkins nur an Freunde. „Ich bekam sehr positive Rückmeldungen“, erzählt sie. „Das hat mir Wind unter die Flügel gepustet.“ Sie wagte sich an die Öffentlichkeit, das Buch liegt jetzt in der Buchhandlung Bücher-Känguruh für 12 Euro zum Verkauf aus.

Sie wünsche sich, „dass die Leser sich anstecken lassen und erkennen: Auch ich kann anders leben, ich kann mein Potenzial zur vollen Entfaltung bringen“. Das Buch umspannt viele Aspekte – von „Keine Angst vor Gefühlen“ über „Befreiung von den Eltern“ bis zu „Arbeit macht das Leben süß“. Es soll anregen, auffordern, Mut machen. Allerdings weiß Almut Atkins auch um die Grenzen: „Wenn ich alles getan habe, was ich tun kann, kommt ein Punkt, wo ich nur geschehen lassen kann. Ich kann alles vorbereiten, die Disteln und Steine vom Acker räumen, aber ob die Saat aufgeht, liegt nicht mehr bei mir.“ Entsprechend heißt das letzte Kapitel „Auf dem Weg nach innen: Meditation und Gebet“. In ihrem Alltag spielen sie inzwischen eine wichtige Rolle, das „vertrauende Warten“ gehört für Almut Atkins zum Leben. Und das kann sie sich an keinem anderen Ort mehr vorstellen als in Itzehoe, wo sie sich im Verein Neues Ehrenamt, im Weltladen und im BUND engagiert: „Ich mag Itzehoe, weil mit St. Laurentii, der Kirchenmusik, dem Weltladen und himmel + erde ein Stück Himmel auf die Erde kommt.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen