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Amtswehrführer überzeugt: Geht auch ohne Pflichtwehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Mit mir wird es in der Wilstermarsch keine Pflichtfeuerwehr geben.“ Das versicherte Amtswehrführer Thorsten Heins jetzt vor dem Amtsausschuss. Zuletzt war das Thema in Beidenfleth diskutiert worden, weil es in der dortigen Wehr zu Personalengpässen gekommen war. „Da werden wir andere Wege finden“, ist Heins aber zuversichtlich, dass Zwangsrekrutierungen in der Bevölkerung vermieden werden können.

„Wir sind selbstbewusst, und wir schaffen das“, ist Thorsten Heins ohnehin davon überzeugt, dass sich die Feuerwehren mit ihrer Arbeit nicht zu verstecken brauchen. Allerdings: „Von alleine kommt keiner zu uns.“ Am besten sei noch immer die gezielte persönliche Ansprache. Schon jetzt gibt es allerdings vor allem tagsüber Probleme, in Notfällen ausreichend Einsatzkräfte zusammenzubekommen. Trotzdem, so Heins, müsse sich niemand Sorgen machen. „Wir kriegen das gedeckelt“, wies er auf ausgeklügelte Alarm- und Ausrückeordnungen hin, die die Einsatzbereitschaft der Wehren für jeden Fall sicherstellen. Beispiel Verkehrsunfälle: Weil Rettungsmaßnahmen bei verunglückten Fahrzeugen immer schwieriger werden, kommen bei entsprechenden Alarmierungen immer automatisch sofort zwei Feuerwehren zum Einsatz. Das Konzept sei höchst erfolgreich, weil damit die Rettungszeiten erheblich verkürzt werden konnten. Generell geht man davon aus, dass bei Unfallopfern die erste Stunde über Tod oder Leben entscheiden kann. Heins rechnete vor: 20 Minuten für die Bergung, 20 Minuten für den Notarzt zur Stabilisierung und 20 Minuten für den Weg ins Krankenhaus.

Wie der Amtswehrführer weiter mitteilte, sind die Vorbereitungen für die Einrichtung einer Katastrophenschutzzentrale in den Räumen des Amtes Wilstermarsch soweit abgeschlossen. „Wir sind jetzt einsatzbereit.“

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erstellt am 21.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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