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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 03:45 Uhr

Amtsausschuss : Amtsneubau teurer als geplant

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kosten für das Gebäude in Kellinghusen erhöhen sich auf 6,4 Millionen Euro. Der Einzug soll nach den Sommerferien 2017 erfolgen.

von
erstellt am 04.Dez.2016 | 08:00 Uhr

Der Amtsausschuss hat die letzten Gelder für den Bau des neues Verwaltungsgebäudes in Kellinghusen bewilligt. 950  000 Euro haben die Kommunalpolitiker während ihrer Sitzung in Willenscharen noch in den Haushalt 2017 einstellen müssen. Damit verteuert sich der Bau auf 6,4 Millionen Euro. Erste Schätzungen gingen einmal von 4,63 Millionen Euro aus. Einzug soll nach den Sommerferien sein.

Die eigentlichen Baukosten steigen auf sechs Millionen Euro, betonte Günther Biehl, stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses. Dafür gab es nach seinen Angaben verschiedene Gründe. Zum einen wurde bereits 2015 eine Erweiterung an der Nordseite beschlossen, die 200  000 Euro kostet.Weitere 400  000 Euro müssen für neue Brandschutzauflagen gezahlt werden. Und zusätzliche 200  000 Euro musste das Amt darüber hinaus für so genannte strittige Kosten bereitstellen, die sich unter anderem durch Verzögerungen und auch durch die Insolvenz eines Bauunternehmens ergeben haben. Schließlich haben die Preise auf dem Bausektor in jüngster Zeit angezogen, so dass hier auch noch einmal weitere 500  000 Euro zu Buche schlagen. Neben den Baukosten kommen auf das Amt mit der Möblierung und den Außenanlagen weitere 400  000 Euro zu. Von den dann insgesamt 6,4 Millionen Euro zahlt das Amt 3,6 Millionen Euro aus der Rücklage, 2,8 Millionen Euro werden über Kredite finanziert. „Es kann sich sehen lassen, dass wir über die Hälfte der Kosten über Eigenmittel finanzieren“, sagte Biehl.

Die zusätzlichen Kosten für den Neubau wirken sich auch auf den Vermögenshaushalt aus, der für 2017 auf 1,5 Millionen Euro veranschlagt wurde und damit um 450  000 Euro über dem Vorjahr liegt. Auch der Verwaltungshaushalt, aus dem die laufenden Kosten mit den Personalausgaben getätigt werden, steigt gegenüber 2016 – von 5,2 auf 6,1 Millionen Euro. Für das Personal der Amtsverwaltung müssen 4,3 Millionen Euro aufgebracht werden, 310  000 Euro mehr als im Vorjahr. Begründet wird dies durch neue Stellenbewertungen und Arbeitszeiterhöhungen. Hinzu kommen unter anderem 170  000 Euro für die ehren- und hauptamtliche Flüchtlingsbetreuung. Trotz der erhöhten Ausgaben werden die 19 Kommunen des Amtes nicht mehr belastet. Die Amtsumlage bleibt bei 18,85 Prozent und „kann auch in den nächsten Jahren gehalten werden“, betonte Günther Biehl. Um den Haushalt 2017 ausgleichen zu können, greift das Amt seine Rücklagen an. 543  000 Euro werden daraus entnommen. Zurzeit beläuft sich die Rücklage noch auf knapp 800  000 Euro. Nach seinen derzeitigen Berechnungen, so Kämmerer Frank Hartmann, kann die Amtsumlage bis mindestens 2020 konstant bleiben.

Der Haushalt 2017 wurde schließlich bei einer Enthaltung von allen Amtsausschussmitgliedern gebilligt.

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