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Fracking : Amt Kellinghusen beschließt Resolution

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das gesamte Amt lehnt die Erteilung der Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen (Fracking) sowie die Förderung ab. Die Resolution ist nun fertig und auf den Weg gebracht worden.

Im Amtsausschuss Kellinghusen ist kürzlich eine Resolution gegen Fracking beschlossen worden – jetzt ist sie fertig und auf den Weg gebracht worden. Tenor: Das gesamte Amt lehnt die Erteilung der Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen (Fracking) sowie die Förderung ab. Das Amt unterstützt mit der Resolution die Gemeinden Brokstedt, Hingstheide, Quarnstedt, Wrist und Wulfsmoor. Diese Orte liegen im so genannten Erlaubnisfeld Bramstedt, für das das Berliner Unternehmen prd energy eine Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoff beantragt hat.

„Gerade die noch nicht bekannten Folgen beziehungsweise nicht geklärten Auswirkungen für das Grundwasser und die Trinkwassergewinnung und den Natur- und Tierschutz sprechen gegen Fracking.“ Das werde auch vom Geschäftsführer des Wasserbeschaffungsverbandes Mittleres Störgebiet so gesehen, heißt es in der Resolution. Mindestens genauso bedeutsam für die betroffenen Gemeinden sind nicht geklärte Gefahrpotentiale, ausgehend von einer durch das Erkundungsgebiet verlaufenden Gashauptleitung und einer direkt angrenzenden Gasverdichterstation im Bereich Quarnstedt.“ Im Ergebnis führe dies dazu, dass die betroffenen Gemeinden des Amtes Kellinghusen jedwede Nutzung ihrer gemeindeeigenen Grundstücke im Zusammenhang mit Fracking untersagen. Das beinhalte allein schon das Betreten der Grundstücke durch den Erlaubnisempfänger. Das Amt fordert in der Resolution die Einwohner in den betroffenen Gemeinden auf, sich dieser Haltung anzuschließen. „Vom Land Schleswig-Holstein erwarten wir weiterhin Unterstützung. Das beinhaltet insbesondere eine offenen Kommunikation und Information sowie eine im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gebotene Beteiligung.

Hier hat das Land auch bereits reagiert. In bergrechtlichen Verfahren müssen Unternehmen, die Erdöl oder Erdgas suchen wollen, zunächst eine Erlaubnis oder Bewilligung beantragen. Auf dieser ersten Verfahrensstufe wurden bisher nur die Kreise beteiligt, künftig aber auch die Gemeinden. Im Norden wurden in diesem Jahr acht Aufsuchungserlaubnisse und Bewilligungen erteilt, über acht Anträge muss noch entschieden werden. Frack-Maßnahmen wurden nicht beantragt. Die Landesregierung will Fracking zunächst über eine Neufassung des Landesentwicklungsplans ausschließen. Um es dauerhaft zu verhindern, hat sie eine Bundesratsinitiative gestartet.

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erstellt am 18.Okt.2013 | 17:30 Uhr

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