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Weltweite Aktion : Amateurfunker auf Kurzwellenjagd

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„International Lighthouse Lightship Weekend“: Funker informieren Besucher an der Nordermole in Glückstadt.

von
erstellt am 10.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Zuschauen erwünscht: Die Funkamateure stehen am kommenden Wochenende wieder an der Nordermole. Zum dritten Mal nehmen sie an dem weltweiten „International Lighthouse Lightship Weekend“ teil. Von Sonnabendnacht bis Montagnacht werden Peter Hecht, Prof. Dr. Ulrich Gerlach, Gustav Tietje, Dr. Alexander Iwanoff, Dr. Klaus Krawutschke, Leo Möhlenkamp, Heinz Pohl, Jürgen Schanze und Hans-Peter Haack in alle Welt funken.

„Besucher sind willkommen“, sagt Peter Hecht. Der Glückstädter und die anderen Funker werden bereits am Freitag an der Mole sein. „Wir müssen die Antennen aufbauen“, sagt Hecht (Rufzeichen DL7LPH). Der Glückstädter ist ehemaliger Marine-Funkoffizier, bei den anderen Funkern gilt der 66-Jährige als Highspeedtelegrafist.

In drei Wohnmobilen werden sie dann funken und sich dabei von den Besuchern zusehen lassen. Und sie beantworten gerne Fragen. „Die häufigste Frage im vergangenen Jahr war, mit welchen Leuchtschiffen und Feuerschiffen wir Kontakt haben“, so Hecht. Die weiteste Entfernung war 2014 Hawaii. Ob es in diesem Jahr auch klappt, rund um den Globus Kontakte zu bekommen, bezweifelt Hecht. „Die Sonnenaktivität ist zu niedrig und dadurch bekommen wir wahrscheinlich nicht so weite Verbindungen“, sagt er zur „Kurzwellenjagd“. Klar sei, dass in den Nächten durchgearbeitet wird, wobei sich die Funker abwechseln. Die Amateurfunker in Glückstadt sind in den 24 Stunden in guter Gesellschaft. Auch die anderen Teilnehmer, die weltweit dabei sind, müssen sich in der Nähe eines Leuchtturmes, Leuchtfeuers oder Schiffes aufhalten. Allein 60 Stationen, so schätzt Hecht, wird es in Deutschland geben. Hinzu kommen weltweit andere.

Das „International Lighthouse Lightship Weekend“ findet jedes Jahr am dritten Wochenende im August statt. Zum ersten Mal 1993 als „Northern Lighthouses Award Weekend“ gefunkt. 1998 wurde dann von John Forsyth und Mike Dalrymple von der Ayr Amateur Radio Group (AARG) in Schottland das International Lighthouse and Lightship Weekend ins Leben gerufen. Wer seither mitmacht, ist entweder auf einem Schiff unterwegs oder an einem Leuchtturm stationiert. Dort richten die Teilnehmer auf oder bei einem Leuchtturm für die Dauer des Wochenendes eine Amateurfunkstation ein und nehmen Kontakt zu anderen Funkamateuren auf.

Organisiert wird zurzeit das Funkertreffen unter der Leitung des australischen Funkamateurs Kevin Mulcahy, der auch die dafür eingerichtete Website betreut. Zahlreiche bedeutende Funkervereinigungen wie die Radio Society of Great Britain (RSGB), die American Radio Relay League (ARRL) und das Wireless Institute of Australia (WIA) unterstützen den Anlass, der dazu dienen soll, das öffentliche Interesse an der Erhaltung der Leuchttürme und Feuerschiffe als bedeutende Zeugen der Schifffahrtsgeschichte zu stärken.

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