Itzehoer Gemeindepädagogin : Am richtigen Platz

Immer wieder freitags: Nicole Jouliet mit den Teilnehmern beim Kinderland.
Immer wieder freitags: Nicole Jouliet mit den Teilnehmern beim Kinderland.

Nicole Jouliet tritt die Nachfolge von Simon Keil als Gemeindepädagogin der Innenstadtgemeinde an.

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13. Mai 2018, 14:00 Uhr

Ohne Musik geht es bei ihr nicht. Ohne Musik wäre sie nicht einmal in Itzehoe: Nicole Jouliet hat als Gemeindepädagogin der Innenstadtgemeinde die Nachfolge von Simon Keil angetreten.

Hinter der 48-Jährigen liegen zehn Jahre in München, wo sie Sozialarbeiterin in einer Grundschule war, dann selbstständige Musiklehrerin, Projektleiterin beim Aufbau von Kindergärten und schließlich Leiterin des Betreuten Wohnens in einem Seniorenheim. „Was ich lernen möchte, lerne ich einfach“, sagt Jouliet. „Ich mag es, mit Menschen zu arbeiten“ – dabei habe sie mit jedem Alter Kontakt gehabt.


Nicole Jouliet will regional arbeiten

Die Neu-Itzehoerin spielt Cello, verschiedene Flöten, Gitarre, zudem ist sie Sängerin. Mit dem Itzehoer Musiker Jochen Riemer habe sie arbeiten wollen, deshalb zog es sie in den Norden: „Wir wollen das kulturelle Leben hier weiter aufwerten“, Richtung Folk soll es gehen. Die Überlegung, sich für die Stelle in der Jugendkirche St. Ansgar zu bewerben, sei erst später hinzugekommen.

Dort gebe es schon sehr viel Gutes vom Kinderland bis zum Max-Gottesdienst, sagt Jouliet. „Es soll nicht alles umgekrempelt werden.“ Und schon gar nicht wolle und könne sie alles allein machen, vielmehr wolle sie die Arbeit möglichst vieler Mitstreiter managen. „Alle dürfen mir sagen, was sie können, was sie wollen und welche Träume sie haben“, sagt die Gemeindepädagogin. Sie wolle erfahren, wie die Menschen zu ihrer Kirche stehen, „es geht nicht darum, Wünsche-Erfüller zu werden“.

Ideen werden bereits gesammelt, am Sonnabend, 26. Mai, ab 18 Uhr bittet Jouliet zum „Tag der Träumer“ in die Jugendkirche. Und zwar ausdrücklich nicht nur Itzehoer: Sie habe Lust, regional zu arbeiten, und die Räume in der Wilhelmstraße könnten auch von außen genutzt werden. „Das Schöne ist: Vom ganzen Kirchenkreis ist das hier sozusagen die Mitte.“

Schon nach kurzer Zeit fühle sie sich am neuen Arbeitsplatz wohl und zuhause, sagt Jouliet. So viele Menschen und Möglichkeiten, viel Unterstützung, Ruhe, gutes Miteinander, Wertschätzung, das falle ihr besonders auf. Und: „Die Jugendlichen wollen mich haben, das spüre ich.“ Viele Engagierte gibt es bereits, um weitere Mitstreiter warb sie zuletzt in besonderem Rahmen: Für die Konfirmierten gab es einige Tage nach dem Festtag noch ein Gala-Dinner in der Jugendkirche. „Ein traumhaft schöner Abend.“




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