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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 17:52 Uhr

„Am liebsten möchte ich mitsingen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eckhard Heppner hatte Großes vor: „Unsere Lieder locken den Frühling heraus.“ So begrüßte er die Besucher im ausverkauften Theater Itzehoe zu dem von ihm geleiteten Chorkonzert „Frühlingsstimmen“.

Neben A cappella Itzehoe und dem Itzehoer Konzertchor, beide unter seiner Leitung, traten die Konzertgemeinschaft Gesangverein Sude/Wilster Liedertafel und der Holstein-Chor Neumünster auf. Das Repertoire reichte von romantischen Chorgesängen über Evergreens, Rock und Pop bis zur Oper. „Keiner von Ihnen wird nach dem Konzert sagen können: Für mich war nichts dabei“, sagte Heppner.

„Kommt, hört und lauscht“ wünschten sich zu Beginn alle Chöre gemeinsam. Es folgte die Konzertgemeinschaft Gesangverein Sude/ Wilster Liedertafel unter Leitung von Adalbert Becker mit fünf romantischen Männerchorgesängen, schien aber nicht richtig in Schwung zu kommen.

Danach hatte A cappella Itzehoe „Fünf Ohrwürmer“ vorbereitet, begleitet von Rainer Lankau am Klavier. Mit „Griechischer Wein“ oder auch „Die kleine Kneipe“ bot der Chor schwungvolle und ruhige Stücke in einer bewegten Vorstellung, bei der das Publikum allerdings reserviert blieb. Die Reaktionen während der Pause waren dennoch durchweg positiv. Sabine Brandt kannte bisher keinen der Chöre, singt aber selbst Gospel: „Da guckt man nochmal ganz anders – auf Spannungsbögen, auf Gesichter. Lächeln die Sänger oder vergraben sie sich hinter ihren Noten?“ Ihr gefalle es sehr gut.

Gisela Schiele, Irene Sakowski und Gertrud Nitzsche sind Fans von A cappella Itzehoe – kein Wunder, sind sie doch ehemalige Sängerinnen oder Partnerinnen von Sängern. „Dahinter stecken monatelange Probearbeiten“, sagte Irene Sakowski. „Deshalb klingt es jetzt so leicht. Ich finde es sehr abwechslungsreich, am liebsten möchte ich mitsingen.“ Alle Chöre hätten Lust am Singen, stellte Gisela Schiele fest.

Dann kam der besondere Gast: der Holstein-Chor Neumünster, geleitet und auf dem Klavier begleitet von Hans-Georg Wolos. Die Freude sei groß, nach 15 Jahren endlich wieder in Itzehoe zu sein, sagte er: „Ein tolles Theater, eine schöne Atmosphäre.“ Mit „We Are The World“ zog der Chor das Publikum mit, bei dem Gospelstück „This Little Light Of Mine“ sprang der Funke endlich über, die Besucher klatschten mit und tanzten. Danach wurde die Vorstellung wieder ruhiger mit „Mich trägt mein Traum“ von Abba, Auszügen aus dem Musical „Der kleine Tag“ von Rolf Zuckowski und einer Eigenkomposition von Hans-Georg und Brigitta Wolos.

Zum Abschluss entführte der Itzehoer Konzertchor gewohnt professionell in die Welt der Oper unter anderem mit Teilen aus „Der Freischütz“, dem bekannten Gefangenenchor aus „Nabucco“ und dem Pilgerchor aus „Tannhäuser“.

Zum Abschluss sangen alle Chöre gemeinsam und bezogen das Publikum ein: „Dona nobis pacem“. Viel Applaus für die Sängerinnen und Sänger.

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