zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 23:24 Uhr

Am JuZe wird gespart

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von der Wunschliste lässt der zuständige Fachausschuss nicht viel übrig

Das Verhältnis zwischen Gemeindevertretern und den Besuchern des Burger Jugendzentrums (JuZe) ist immer noch angespannt. Das zeigte sich in der jüngsten Sitzung des für die Belange des JuZes zuständigen Jugend- und Sportausschusses.

Dabei haben die rund 60 Kinder und Jugendlichen, die das Haus besuchen, sich seit dem gescheiterten Versuch der Gemeindevertretung im Dezember 2013 das JuZe zu schließen, um Besserung bemüht. Sogar eine kurze klar verständliche Hausordnung wurde inzwischen von den Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Leiter Thies Claußen formuliert und ausgehängt. Vorkommnisse gab es seither nicht mehr. Jetzt beantragte Claußen anlässlich des im Mai 2015 anstehenden 20-jährigen Bestehens des Burger Jugendzentrums einen Zuschuss von 1000 Euro für die geplante Feier. Des Weiteren beantragte Claußen 500 Euro für den Bau einer Außensitzgruppe sowie 360 Euro für einen Beamer.

Eingeladen, damit Claußen seine Argumente für diese Summen persönlich darlegen konnte, hatte der Ausschuss ihn nicht. Volkmar Jahnke (CDU) gab zu bedenken, dass FC und MTV für deren jeweiliges Jubiläum lediglich einen Zuschuss von 250 Euro erhalten hätten. Ausschussvorsitzende Kerstin Dabelstein (SPD) erinnerte an ,,die sehr sehr positive Entwicklung“ seit dem Krach im vorigen Jahr und wies auf den Unterschied zwischen dem kleinen JuZe und den beiden großen Sportvereinen hin. Die kassierten Mitgliedsbeiträge, das JuZe nicht.

Vor diesen Hintergrund forderte Benno Schwohn einen Zuschuss von 300 Euro fürs kleine Jubiläum. „Wenn man feiern will, geht das nun mal nicht ohne Geld“, gab auch die zweite Vorsitzende des MTV, Sabine Gehrken (BurgAktiv), zu bedenken. Diesem Vorschlag folgten die Ausschussmitglieder.

Kein Geld gibt es für die Aussensitzgruppe. Silvia Lenz (KWV) putzt im JuZe und meinte skeptisch: ,,Ich kann mir nicht vorstellen, dass das lange halten wird.“ Auch Volkmar Jahnke traut den Jugendlichen nichts zu. Er meinte, bei dem Bau müsste ein Tischler dabei sein. Kathrin Wandt (BurgAktiv) dagegen traut den Jugendlichen die Aufgabe zu. ,,Es ist doch eine kleine Herausforderung für die Jugendlichen“, meinte sie. ,,Ein paar Plastikstühle mit Sitzauflagen“ sah Gerd Buchwald (BurgAktiv) als völlig ausreichend für eine Außensitzgruppe an. Bela Haraszti (CDU) hielt dem entgegen: ,,Mit Plastikstühlen kommen wir nicht weiter, die Jugendlichen sollen sich doch mit dem JuZe identifizieren.“

Bürgermeister Hermann Puck (CDU) präsentierte dann eine Lösung, die einstimmig angenommen wurde. Bauhof-Mitarbeiter Thies Beeck ist Zimmermann. Zusammen mit ihm sollen die Jugendlichen auf dem Bauhof ihre Sitzgruppe bauen. Material sei dort genügend vorhanden und falls was fehle, könne Puck als Bürgermeister kurzerhand über die Anschaffung entscheiden.

Auch einen eigenen Beamer für Filme und Präsentationen erhält das Jugendzentrum nicht. Gerd Buchwald mahnte: ,,Wir fangen an und häufen die wieder voll und machen nachher lange Gesichter, wenn alles wieder kaputt ist.“ Ein Beamer sei eine sinnvolle Anschaffung, hielt Haraszti dem entgegen. Am Ende beschlossen die Mitglieder des Jugendausschusses man, Claußen könne sich tageweise beim Amt einen der dort verfügbaren Beamer ausleihen.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 12:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen