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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 23:05 Uhr

Ausblick : Alte Themen bleiben aktuell

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Klage gegen das Amtsgebäude und der Abwasserstreit bleiben auch auch 2014 auf der Tagesordnung in Hohenlockstedt.

Zwei Themen beherrschten im vergangenen Jahr das politische Leben in Hohenlockstedt – die Klage gegen den Neubau eines gemeinsamen Amtsgebäudes in Kellinghusen und der Streit um die Ver- und Entsorgung in der Gleiwitzer Straße. „Beide Themen werden uns auch in diesem Jahr noch beschäftigen“, betonte Bürgermeister Jürgen Kirsten (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung über vergangene und geplante Aktivitäten innerhalb des Ortes.

Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr Klage gegen ein gemeinsames Amtsgebäude beim Verwaltungsgericht Schleswig eingereicht. Wie berichtet, soll der ehemalige Rewe-Markt in Kellinghusen diesem Vorhaben weichen. 4,6 Millionen wurden für den Bau veranschlagt. „Ich kann nicht einsehen, das in Zeiten klammer Finanzen Millionen aufgewendet werden für dieses Gebäude“ so Kirsten. Die Klage sei allerdings mit einigen Unwägbarkeiten verbunden, „denn wir betreten damit Neuland“.

Eine Lösung erhofft sich Kirsten in diesem Jahr im Streit um den Anschluss der Gleiwitzer Straße an das Abwassernetz. Dort sei die Gemeinde bisher nicht so zügig vorangekommen wie erhofft, auch aufgrund unterschiedlicher Aussagen der Unteren Wasserbehörde beim Kreis und des Landes. „Und wir als Gemeinde stehen dazwischen.“ Bei dem Streit geht es darum, ob alle Anlieger, wie es das Abwasserkonzept der Gemeinde vorsieht, oder nur wenige Gewerbebetriebe an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden sollen.

Thema im vergangenen Jahr war auch der Bau der neuen Feuerwache an der Ecke Finnische Allee/Breite Straße. Der Bauantrag für das 1,5 Millionen Euro teure Projekt traf zwar bereits Anfang November ein, aber den erhofften ersten Spatenstich konnte Kirsten 2013 nicht mehr vornehmen. Ingenieurbüros und Baufirmen seien voll mit Aufträgen, so sei es zu Verzögerungen bei der Ausschreibung gekommen.“ Falls es das Wetter zulässt, soll jetzt im ersten Quartal mit dem Bau, der vermutlich ein Jahr dauern wird, begonnen werden.

Auf den Weg gebracht hat die Gemeinde im vergangenen Jahr die Umstellung der Lampen auf LED-Basis, umgesetzt werde der Beschluss ab 2014, so Kirsten zu weiteren Vorhaben der Gemeinde. Die Anschaffung eines neuen Einsatzleitwagens für die Wehr (50 000 Euro) steht ebenfalls an. Und in Springhoe sei der Rohbau für die Erweiterung des Feuerwehrhauses fertig. Dies sei auch notwendig, weil dort 2014 ein neues Feuerwehrfahrzeug untergestellt werden müsse.

Trotz der Investitionen sei 2013 auch weiter an der Haushaltskonsolidierung gearbeitet worden, unter anderem mit dem Umschichten von Krediten. Die Konsolidierung müsse laut Kirsten fortgesetzt werden, auch im Hinblick sinkender Gewerbesteuereinnahmen.

Was Jürgen Kirsten noch besonders „umtreibt“, ist die Sauberkeit und Ordnung in der Gemeinde. Hier will er in diesem Jahr noch einmal einen Anlauf für einen so genannten Kümmerer beim Amt unternehmen, der Verunreinigungen oder Büsche und Hecken, die auf Straßen oder öffentliche Plätze hinein reichen und damit den Verkehr gefährden, meldet. Der Bürgermeister appelliert an die Hohenlockstedter, auch selbst für mehr Sauberkeit zu sorgen oder bei Verstößen auch das Ordnungsamt zu benachrichtigen. Sein Appell geht ebenfalls an „unvernünftige“ Hundebesitzer. Wer sich nicht an die Ortssatzung halte, müsse auch mit Sanktionen, die nicht unerheblich seinen, rechnen. „Die Mitarbeiter des Bauhofes sind nicht dafür da, den Dreck anderer Leute wegzumachen.“

Für Kirsten selbst sind die ersten sechs Monate seiner Amtszeit – er wurde im Juni von der Gemeindevertretung zum Bürgermeister gewählt – positiv verlaufen. Trotz der vielen Arbeit und Termine, die mit dem Amt verbunden sind. „Es war mir bei der Wahl klar, dass das Amt relativ arbeitsintensiv wird und ich versuche, diesem zu entsprechen.“ Dabei könne er auf die Unterstützung der Verwaltung zurückgreifen. Unterstützung erfahre er auch durch die Gemeindevertretung. Hier hat Kirsten den Eindruck, dass sich das Klima innerhalb des Gremiums in jüngster Zeit etwas verbessert habe. Dies sei auch notwendig, denn wenn man sich mit sich selbst beschäftige, hemme dies das Fortkommen der Gemeinde. „Und wir sind alle gewählt worden , um für das Wohl der Bürger zu arbeiten.“ Für das Gemeinwesen arbeiteten auch die zahlreichen Vereine, für dessen Engagement sich Kirsten bedankt. „Ohne sie wäre das Leben in der Gemeinde trister. Sie sorgen für einen lebendigen Ort.“

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erstellt am 07.Jan.2014 | 17:00 Uhr

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