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Rhinplate Rund : Alte Segler: Schönes Bild auf der Elbe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zum Gaffelsegler-Treffen kamen 25 historische Segler nach Glückstadt. Bei der Regatta „Rhinplate Rund“ gab es allerdings keiner Gewinner, es gab zuwenig Wind. Dafür boten die Schiffe für die vielen Zuschauer ein schönes Bild auf dem Wasser.

Sonnabendmorgen um halb acht im Glückstädter Binnenhafen. Die Luft ist noch diesig bei angenehmen 10 Grad. 25 Traditionssegler liegen an der Pier, teilweise im „Päckchen“ –mehrere Schiffe machen längsseits nebeneinander fest. Einige Segler sind schon auf dem Weg in die Gaststätte „De Molenkieker“, wo die Skipperbesprechung und ein gemeinsames Frühstück stattfindet. Andere sind noch auf den Schiffen beschäftigt, lüften ihre Schlafsäcke, rauchen eine erste Zigarette oder unterhalten sich mit den Nachbarn.

Sie alle sind gekommen, um an der Regatta „Rhinplate Rund“ teilzunehmen. Ab 10 Uhr geht es hinaus auf die Elbe, um Segel zu setzen und um beim Startschuss um 11 Uhr optimal zu liegen. Die Segel sind oben, der Schuss fällt, doch es gibt kein Schiff, das nennenswert vorankommt. Nur die Strömung des ablaufenden Wassers bringt etwas Bewegung in die Schiffe. Aber, wie es bei den Gaffelseglern so ist, keiner wird ungeduldig oder schimpft: „Es ist wie es ist und alles ist gut“.

Sie nutzen die Gelegenheit, sich die anderen Schiffe in Ruhe anzuschauen. Die Skipper und Crewmitglieder unterhalten sich übers Wasser miteinander. Es wird gelacht und gescherzt. Als dann die ersten Schiffe rückwärts segeln beziehungsweise getrieben werden, wirft der erste Skipper den Motor an, um zumindest so ein paar Seemeilen zu schaffen.

Eine Segelregatta ist es nun nicht mehr, aber ein wunderschöner Anblick für die Zuschauer, die auf der Nordermole stehen und ein großes Vergnügen für die Leute auf den Schiffen.

Nach vier Stunden „segeln“ auf der Elbe kehren die ersten Schiffe zurück in den Glückstädter Hafen. Bis zur Preisverleihung bleibt Zeit, die Schiffe wieder klar zu machen und natürlich für ein Anlegerbier oder -kaffee.

Da eine klare Ehrung des schnellsten oder schönsten Schiffes nicht möglich ist – keines war am heutigen Tag schnell, alle Schiffe sind schön–, wird kurzerhand der lustigste Funkspruch von der Johanna von Amrum, die ehrgeizigste Crew (Lotsenschoner Elbe Nr. 5, wurde fünfmal über die Startlinie getrieben) geehrt und andere Alternativ-Preise vergeben.

Der Tag klingt bei einem gemeinsamen Abendessen – es gibt Matjes und Labskaus – im Königs Keller aus. Die Diashow mit Bildern des Tages von der Fotografin Petra Becker bringt noch einmal viel Gesprächsstoff an die Tische und die Band „Soul 8/15“ so manchen Segler auf die Tanzfläche.

Die Segler, früh aufgestanden, den ganzen Tag auf den Schiffen verbracht, ziehen sich langsam in ihre Kojen zurück. Alle zufrieden und ein bisschen erschöpft.

Eine großartige Veranstaltung für Segler, Glückstädter und Besucher, die in dieser Form im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

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