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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 02:54 Uhr

Verkehr : Alte Schuppen weichen der Südspange

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Innerörtliche Umgehung berührt Gelände der Itzehoer Wasser-Wanderer – diese planen Neubau einer Lagerhalle für Boote.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2014 | 16:20 Uhr

Die Südspange wirft ihre Schatten voraus, in der Potthofstraße laufen die ersten Bauarbeiten, die die jetzigen Durchgangsrouten entlasten sollen. Von der Fortsetzung der Südspange bis zur Störfischerstraße wird das Vereinsgelände der Itzehoer Wasser-Wanderer (IWW) erheblich betroffen sein. Die Bootsschuppen des IWW liegen teilweise auf der künftigen Trasse der innerörtlichen Umgehung, deshalb muss für die rund 200 Kajaks und Kanadier ein neues Bootslager errichtet werden, und das rechtzeitig vor Beginn der Straßenbauarbeiten in diesem Bereich.

Nachdem 2011 Fläche gekauft werden musste, um das Vereinsgelände zu vergrößeren, stehen die Kanuten am Suder Hafen nun vor einer weiteren finanziellen Herausforderung. Doch IWW-Vorsitzender Martin Ölscher ist optimistisch. Der Verein macht insbesondere durch seine Outdoor- und Indoor-Drachenboot-Cups von sich reden. Im Schleswig-Holsteinischen Kanuverband und im Landessportbund haben die Itzehoer Wasser-Wanderer auch als Spitzenverein bei den jährlichen Kajak-Kilometerleistungen in allen Altersgruppen und bei den Sonderpreisen für Familienfreundlichkeit und Umweltschutz einen guten Namen. Und noch in einer weiteren Disziplin hat der Verein Erfahrung: im sparsamen Wirtschaften und Zupacken. Traditionell entlastet Eigenleistung die Vereinskasse.

„Seit 2011 sind wir wieder Herr unserer Finanzstrategie. Wir können jetzt planen“, sagt Ölscher deshalb zuversichtlich. Nach dem Grundstückskauf wurden schon erste Rücklagen gebildet, obwohl ein Bootsanhänger und Boote inklusive Drachenboot angeschafft wurden. Um das vergrößerte Grundstück errichteten die Clubmitglieder einen Zaun. Die Ausfahrt liegt zur Hafenstraße, die aktuelle Auffahrt von der Dorfstraße wird später geschlossen.

Das neue Bootslager soll möglichst kostengünstig erstellt werden. Ölscher: „Wir planen eine ganz einfache Bootslagerhalle für rund 200 Boote.“ Laut Förderrichtlinien muss der IWW mindestens 20 Prozent der Baukosten aufbringen, wenn er öffentliche Mittel erhalten will. Doch ob er die bekommt, ist nicht sicher. Daher bemüht sich der Verein um Sponsoren, die das Projekt unterstützen. Das Ansparziel soll bis 2016 erreicht sein. „Die ersten Anfragen zu den Baukosten stimmen uns optimistisch und zeigen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.“ Bis zur Jahresversammlung 2015 soll die Planung beschlussreif sein. „Dann können wir den Bauantrag an die Stadt stellen.“

Zurzeit liegt ein Teil der Boote in Containern und auch im sehr beengten Clubheim, das nach dem Bau der Bootslagerhalle besser für das Vereinsleben genutzt werden kann. Ölscher denkt an die Einrichtung von Umkleideräumen, Duschen und größeren Gemeinschaftsräumen. Gegenwärtig haben kaum 50 der mehr als 200 Mitglieder Platz im engen Clubraum. Profitieren sollen von der neuen Bootshalle, mehr Lagerplatz und größeren Vereinsräumen nicht nur die IWW-Mitglieder, sondern auch der Sportbetrieb des Schulzentrums am Lehmwohld, mit dem der IWW im Kanusport kooperiert.


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