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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 19:01 Uhr

Kultur : Alsterspatzen begeistern Publikum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Volles Haus“ in der Stadtkirche bei Nordischem Chorfest

„Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr war eine Wiederholung des Nordischen Chorfest in diesem Jahr ein Muss für uns“, sagte Organisator Rolf Nedebock. Der Vorsitzende des Glückstädter Männerchores Quartett „Lied Hoch“ hatte bereits im vergangenen Jahr ein Chorfestival mit einem umfangreichen Programm zusammengestellt. In diesem Jahr war das Programm noch reichhaltiger, noch vielfältiger, die Chöre gut ausgebildet und mit einem breiten Repertoire: Insgesamt reichte die Bandbreite des Gesangs von geistlichen Chorälen über Shantys und Seemannslieder bis hin zu populären, aktuellen Songs und auch Ausschnitten aus Musicals oder Chorwerken.

Vor allem der Kinder- und Jugendchor der Hamburger Staatsoper, die „Hamburger Alsterspatzen“, präsentierte sich wieder mit einem fröhlichen und jugendlichen Programm. Sie sangen unter anderem Ausschnitte aus „Mary Poppins“, den Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“ und auch Popsongs von Elvis Presley, Lionel Richie und Michael Jackson oder ein Stück aus Peter Maffays „Tabaluga“. Ihr musikalischer Leiter und Dirigent Jürgen Luhn hatte aber noch zwei andere, von ihm dirigierte Chöre mit nach Glückstadt gebracht: den „One Voice Chor“, aus ehemaligen Sängern der Hamburger Alsterspatzen, und den Männergesangverein „Eintracht“ zu Nottensdorf von 1926.

Auch diese beiden Chöre zeigten eine große Bandbreite in ihrem Repertoire. Der Nottensdorfer Männerchor verstand es, seine Lieder sehr gefühlvoll zu präsentieren und verfügt überdies, trotz der überschaubaren Sängerzahl über eine breite Stimmvielfalt, die in der Glückstädter Stadtkirche sehr gut klang. Überhaupt war die Stadtkirche ein sehr schöner Hintergrund für das Chorfestival und auch der Zeitpunkt, in der eigentlich trüben Herbstzeit sehr gut gewählt. Viele Menschen ließen sich von dem bunten musikalischen Programm verwöhnen. Die Kirche war so voll wie lange nicht.

Höhepunkte im Programm waren nicht nur die Solisten der verschiedenen Chöre, sondern auch die Zusammenarbeit der Chöre im Gesang. So gab es gemeinsame Liedvorträge unter anderem von den Alsterspatzen mit dem Männergesangverein „Eintracht“ Nottensdorf oder auch mit dem „One Voice Chor“.

Worüber sich Organisator Rolf Nedebock und auch Bürgermeister Gerhard Blasberg besonders freuten, war, dass auch der dänische Köbenhavns Politi Sangkor, der Polizeichor Kopenhagen, mit seinem Dirigenten Lars Jörgensen angereist war, um das Programm mitzugestalten. Der Chor wird auf Einladung des Bürgermeisters und des Stadtmanagers Jingkai Shi im Jahr 2017 das offizielle Festkonzert zum 400-jährigen Stadtjubiläum mitgestalten. „Wenn uns in rund eineinhalb ein genauso tolles musikalisches Programm erwartet, kann ich dem ganz beruhigt entgegensehen“, sagte Blasberg. Der dänische Chor besang zunächst die Schönheiten seiner Heimat, hatte aber auch deutsches Liedgut mitgebracht und internationale Lieder. Besonders begeisterte das Publikum das englische und sehr gefühlvoll gesungene „You raise me up“. Als großes Finale gab es zum Abschluss noch ein gemeinsames Lied aller Chöre unter der Leitung von Masanori Hosaka, der auch die musikalische Gesamtleitung des Abends hatte. Gesungen wurde mit ganzer Stimmstärke „Conquest of Paradise“ in einem Chorarrangement von Masanori Hosaka.

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