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Als das Schloss noch ein Pflegeheim war: Wiedersehen der ehemaligen Mitarbeiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 09:33 Uhr

Das Schloss Heiligenstedten beherbergte ab 1958 ein Alten- und Pflegeheim, dessen Leitung 1984 Uwe Boll übernahm. „Er brachte frischen Wind in die Einrichtung und kannte nicht nur sein Personal, sondern auch die Bewohner ganz genau“, sagt rückblickend Ingrid Harder. Sie gehörte zu den zirka 80 Mitarbeitern, die bis 1987 in Heiligenstedten tätig waren. Wegen Baufälligkeit wurde das Haus damals geschlossen und Patienten wie auch Pfleger mussten in andere Einrichtungen wechseln.

Nachdem immer mehr negative Berichte über Pflegepersonal und Einrichtungen in den Medien erscheinen, kam Ingrid Harder die Idee, ein Ehemaligen-Treffen zu organisieren. „Wir haben uns immer alle sehr wohl gefühlt und die meisten sind noch in ihrem Beruf tätig“, erklärt sie. Gemeinsam mit Britta Boehm und Birgit Klenke machte sich Ingrid Harder auf die Suche nach ihren ehemaligen Kollegen und fand viele wieder. „Einige sind weggezogen, haben durch Heirat ihre Namen geändert, es war nicht so einfach“, so die Organisatorinnen.

Ihren alten Chef Uwe Boll überraschten sie mit ihrer Einladung. „Er war immer ein guter Chef, hat vieles bewegt und dafür gesorgt, dass wir uns alle qualifizierten und eine Ausbildung machten“, berichtet Ingrid Harder. In ihrem idyllischen Garten in Itzehoe unterhielten sich die 22 Teilnehmer des Treffens über alte Zeiten und mitten drin saß Heidi Dubben.

Die jetzt 70-Jährige kam als junge Frau in die Einrichtung und ist die letzte noch lebende Bewohnerin. „Bis zu 80 Prozent unsere Patienten waren geistig- und schwerstbehindert“, erzählt Britta Boehm.

Die Mitarbeiter bauten zu vielen freundschaftliche Beziehungen auf, und der Umzug nach der Schließung in Heiligenstedten war ein trauriger, wie Ingrid Harder anmerkt. Umso fröhlicher das erste Treffen nach den vielen Jahren, das an das gute Betriebsklima und den Spaß bei der Arbeit von damals nahtlos anknüpfte.

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