zur Navigation springen

Kurzinterview : Alltagspolitik muss verständlich sein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit vielen Jahren ist der Vorsitzende des Sozialausschusses, Carsten Schröder, für die SPD ehrenamtlich engagiert, im Hauptberuf Leiter der Berufsschule in Buxtehude.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Das Kinder- und Jugendparlament Wilster tagt unter Anleitung des jeweiligen Vorsitzenden des Sozialausschusses. Aktuell ist das Carsten Schröder (55), seit vielen Jahren für die SPD ehrenamtlich engagiert, im Hauptberuf Leiter der Berufsschule in Buxtehude.

Haben Sie sich eigentlich auch schon als Jugendlicher in ihrer Heimatstadt Wilster engagiert?

Schröder: Ich habe mit 14 das Jugendzentrum mit gegründet. Auch Mark Dethlefs (heute CDU-Fraktionschef-d.Red.) war damals mit dabei. Das war echt selbst verwaltet. Wir hatten den Schlüssel für den Keller und der Hausmeister vom Kindergarten hat ein bisschen auf uns aufgepasst. Fünf Jahre später kam das Jugendzentrum dann unter eine hauptamtliche Leitung. Und das ist es bis heute.

Das war vor 40 Jahren. Wie hat sich die Jugend seitdem verändert?

Wir haben uns damals sehr viel stärker für die Dinge engagiert. Zeitweise liefen mehrere Aktivitäten gleichzeitig. Wir haben da auch mal Protestplakate gegen das AKW Brokdorf geklebt, was uns allerdings auch ein bisschen Ärger mit der Stadt eingebracht hat.

Und die Jugend von heute?

Sie ist zumindest nicht mehr so parteipolitisch. Man muss bei einer solchen Einschätzung aber auch vorsichtig sein, dass man die eigene Vergangenheit nicht glorifiziert.

Wie bringt man den jungen Leuten Kommunalpolitik nahe?

Wichtig ist vor allem, dass man ihnen Alltagspolitik verständlich vermittelt. Deshalb ist dieser Punkt auf unserer Tagesordnung auch immer so wichtig.

Die Teilnehmerzahlen am KiJuPa waren zuletzt eher überschaubar. Wie kann man hier wieder mehr Mitstreiter rekrutieren?

Wir müssen das in den Vereinen wieder anschieben, die ja Delegierte aus ihren Jugendabteilungen schicken. Das Problem ist natürlich, dass es altersbedingt immer wieder Abgänge gibt. Da müssen wir beständig Nachwuchs generieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen