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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 05:17 Uhr

Allianz für die Unterelbe-Region

vom

Arbeitstreffen auf Ministerebene in der Schleusenstadt: Hamburg und Kiel haben das Revier am Strom im Fokus

Brunsbüttel | Ganz oben auf ihrer gemeinsamen Agenda steht die Entwicklung des Wirtschaftsraums Unterelbe. Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer und sein Hamburger Kollege Frank Horch trafen gestern in den Räumen der Egeb:Wirtschaftsförderung zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Beteiligt waren auch Staatssekretäre der Ressorts. Solche Treffen finden regelmäßig statt und dienen der Abstimmung gemeinsamer Strategien.

Dass die Schleusenstadt und nicht das Kieler Landeshaus oder das Hamburger Rathaus für das Treffen ausgewählt wurde, ist für Reinhard Meyer ein wichtiges Symbol. "An der Unterelbe wächst unheimlich viel zusammen", betonte der Minister. So arbeiten Hansestadt und Hafenstädte von Glückstadt bis Cuxhaven seit einigen Jahren eng zusammen, um etwa der holländischen Konkurrenz in Rotterdam und Antwerpen durch gemeinsame Konzepte Paroli zu bieten. Zudem, so Horch, sei der Nord-Ostsee-Kanal unverändert wichtig für Hamburg. "Wir sind nicht nur das Tor zur Welt, sondern auch zur Ostsee", so der Senator. Und dies sei nur durch den NOK möglich.

Doch nicht der Wasserstraße galt gestern die besondere Aufmerksamkeit, sondern der Autobahn. Über die erforderliche Weiterführung der A20 über die Elbe, betonten beide Minister einhellig, gebe es keine Diskussion. Im Fokus stand für sie vielmehr die A7, die sich seit Tagen zum massives Sorgenkind entwickelt hat. Auf Hamburger Gebiet beginnen im kommenden Jahr umfassende Baumaßnahmen - für die nächsten Jahre. Eine gemeinsame Koordinationsstelle beider Lände solle die Situation entschärfen.

Ein weiteres Thema war der Offshore-Markt. Da, gab Frank Horch zu, "spielt Hamburg nicht die vorderste Rolle". Hier böten sich vielmehr Chancen für Standorte wie Brunsbüttel und Cuxhaven. Für diese Städte habe es "eine unheimliche Bedeutung", erkannte er.

Gleichwohl sei die Hansestadt mit im Boot. Horch verweis auf die Zusammenarbeit der Häfen in Hamburg und Brunsbüttel: "Das ist eine starke Einheit." Und: "Wir sind mit Brunsbüttel in engen Gesprächen." Reinhard Meyer bestätigte, dass man auf einem guten Weg sei: Der private, zur Schrammgroup gehörende, Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports habe eine wichtige strategische Entwicklung auf den Weg gebracht.

Auch der Ausbau der B5 ist für den Minister unerlässlich: "Neben der A20 ist das ein Schwerpunkt für die Westküste." Allerdings verhehlte er nicht, dass solche Projekte auch finanziert werden müssten. "Wir haben lange Zeit verschlafen, unsere Infrastruktur zu erhalten und auszubauen." Und nun gebe es gleich zahllose Baustellen, für die dringend Geld benötigt werde.

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erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

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