Bahnhof Itzehoe : Alles andere als ein Aushängeschild

Vogelkot befindet sich auf dem Bahnsteig und in der Eingangshalle.
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Vogelkot befindet sich auf dem Bahnsteig und in der Eingangshalle.

Viele Beschwerden über den Zustand der Bahnsteige, Eingangshalle und Toiletteneinrichtungen am Itzehoer Bahnhof. Die Bahn will im Herbst handeln.

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11. Mai 2018, 05:00 Uhr

„Ich bin auf der Durchfahrt und frage mich, ob der Bahnhof auch das Stadtbild Itzehoes widerspiegelt“, sagt Reisende Bianca Schwarz-Gewallig beim Anblick des Bahnsteigs. Seit Jahren ist der schlechte Zustand des Bahnhofs ein Dauerthema. Die Liste der Beschwerden, die immer wieder auch an unsere Redaktion herangetragen werden, ist lang: Vogelkot befindet sich auf den Bahnsteigen und im Eingangsbereich, die Tür dort ist defekt und daher dauerhaft offen. Müll liegt herum. Die Toiletten sind nur eingeschränkt benutzbar und in einem verschmutzen Zustand.

Wer abends oder am Wochenende am Itzehoer Bahnhof eine offene Toilette sucht, hat außerdem, Pech. In der Eingangshalle sind zwar Einrichtungen vorhanden, jedoch ist nur die Behindertentoilette mit einem Schlüssel, der bei der Bahnhofsmission hinterlegt ist, öffentlich zugänglich. Ein Hinweisschild, wo sich der Schlüssel befindet, gibt es nicht. Und am Wochenende sei sowieso niemand bei der Mission, um diesen auszuhändigen, sagt Kioskmitarbeiterin Sarah Pein. „Die Toiletten sind nicht sauber und gepflegt. Man kann sie nicht benutzen. Selbst wenn man 50 Cent in das Türschloss werfen würde, käme man nicht rein, denn es ist kaputt.“ Eine andere Mitarbeiterin fügt hinzu: „Die Toiletten sind schon ganz lange zu. Gehen Sie da bloß nicht rein. Das beste wäre, wenn sie die zumauern würden.“

Ein ähnliches Bild zeigt sich an den Bahnsteigen. Die Mülleimer quellen über. „Die Aschenbecher fangen an zu brennen, weil sie zu voll sind. Wir müssen die dann immer mit einem Wassereimer löschen“, erzählt Pein. Dadurch das die Tür im Eingangsbereich dauerhaft offen steht, fliegen Tauben vermehrt in die Eingangshalle und beschmutzen Anzeigetafeln und Wände. Ein Dauerpendler sagt: „Heute geht der Zustand, aber es ist mal so, mal so. Mal ist es mehr, mal weniger dreckig. Aber sauber ist es nie.“ Vor allem am Wochenende würden besonders viele Flaschen und Glasscherben herum liegen. „Mit dem Hund würde ich hier nicht lang gehen“, sagt er.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn kommt an sechs Tagen der Woche Reinigungspersonal, um solchen Problemen vorzubeugen. Außerdem würde dabei regelmäßig der Vogelkot entfernt, sagt Sprecherin Sabine Brunkhorst auf Anfragen.

Mittelfristig sehe die Bahn vor die „gesamte Eingangssituation“ im Herbst „baulich“ zu verändern“, so Brunkhorst. Einen Starttermin für die Bauarbeiten gibt es noch nicht. Es fänden Abstimmungsgespräche statt. Unklar ist auch, wann die, laut Brunkhorst durch Vandalismus beschädigten Toiletten repariert werden. „Wir rechnen mit der baldigen Ausführung“, so die Sprecherin.

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