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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 16:39 Uhr

Katastrophenschutz : Alle Helfer unter einem Dach

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Richtfest im neuen Katastrophenschutzzentrum: In dem Neubau sollen rund 180 ehrenamtliche Helfer untergebracht werden. Einweihung soll bereits Anfang 2014 gefeiert werden.

Erst bezogen die Rettungssanitäter ihre neuen Wache neben der Kreisfeuerwehrzentrale – bald sollen auch weitere 180 ehrenamtliche Katastrophenschutzhelfer folgen. Nach nur fünf Monaten Bauzeit wurde gestern im neuen Katastrophenschutzzentrum in Breitenburg-Nordoe Richtfest gefeiert.

35 Einsatzfahrzeuge vom Löschzug Gefahrgut, der Johanniter Unfallhilfe und dem Deutschen Roten Kreuz haben in dem neuen etwa 3000 Quadratmeter großen Hallenkomplex Platz. Auch diverse Geräte des Kreisveterinäramts und ein Büro der Kreisverwaltung sollen künftig darin untergebracht werden, ebenso wie ein Materiallager, Schulungsräume und eine Dekontaminations- und Desinfektionshalle. „Im Katastrophenschutz beginnt damit eine neue Ära“, sagte Kreispräsident Peter Labendowicz.

Nachdem schon vor dreieinhalb Jahren die ersten Gespräche und erste Machbarkeitsstudien durchgeführt wurden, gab der Kreis im November 2011 trotz baurechtlicher Schwierigkeiten aufgrund des angrenzenden Waldgebietes grünes Licht für das rund fünf Millionen Euro teure Projekt. Und das wurde auch höchste Zeit. Denn bisher waren die Katastrophenschützer in einem provisorischen Quartier einer ehemaligen Kaserne in Kremperheide untergebracht, das aufgrund seines miserablen Zustands auch die „Tropfsteinhöhle“ genannt wurde.

Der Neubau, auf dessen Gelände früher die Tierkörperverwertungsanstalt angesiedelt war, soll nicht nur für optimale Arbeitsbedingungen sorgen, sondern auch alle Ehrenamtler unter einem Dach vereinen. „Ich wünsche mir, dass alle Helfer hier eine neue Heimat finden“, so Landrat Torsten Wendt. Auch eine erneute Erweiterung werde bereits in Betracht gezogen.

Kurze Wege, bessere Vernetzung und eine zentrale Alarmierung sollen dann für Synergieeffekte sorgen. Labendowicz: „Ziel ist es, mehrere Standorte des Katastrophenschutzes zusammen zu führen und die Kräfte zu bündeln.“ Mit der Fertigstellung wird schon Anfang 2014 gerechnet. „Jetzt geht es Schlag auf Schlag“, so der Kreispräsident.

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