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Einkaufszentrum : Aldi will bei Berendsen groß bauen

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Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Maurice Witt und Projektentwickler Uwe Kammholz plädieren für eine Entscheidung der Politik für das ehemalige Wäscherei-Gelände in Glückstadt.

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erstellt am 10.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Aldi will in Glückstadt neu bauen. Modern, hell, großzügig, kundenfreundlich, barrierefrei und mit einem Backshop. Und das am liebsten auf dem Berendsen-Gelände. „Mit einem völlig neuen Konzept“, sagt Maurice Witt, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi. „Der Standort an der Christian IV-Straße ist zu klein“, erklärt Witt. Dort ist Aldi zurzeit Mieter in einem Gebäude, dessen Eigentümer ein dänischer Fond ist.

Maurice Witt hofft auf eine schnelle Entscheidung aus der Politik pro Berendsen-Gelände an der Stadtstraße. Denn das Areal ist nur 300 Meter von der Innenstadt entfernt.

Dass Aldi einen 1200 Quadratmeter großen Markt neu baut, dafür ist die Entscheidung gefallen. Sicher ist auch, dass es nur noch einen Aldi-Markt in Glückstadt geben wird. Entscheidet sich die Politik gegen das Berendsen-Gelände, kommt als Alternative nur das ehemalige Kasernengelände in Frage. Dort ist ein vorläufiger Vertrag mit dem Eigentümer Jens Lange geschlossen worden. „Doch der ist jederzeit kündbar“, sagt Witt. Diesem Investor sei offen gesagt worden, welchen Standort Aldi bevorzugt: den stadtnahen.

Maurice Witt war gestern mit Uwe Kammholz in Glückstadt. Kammholz vertritt das Unternehmen Ten Brinke Projektentwicklung. Seit zwei Jahren ist der Diplom-Volkswirt im Gespräch mit Politikern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung über ein Einkaufszentrum auf dem Berendsen-Gelände. Dort will Kammholz auf 7000 Quadratmeter Fläche bauen, die Gesamtfläche einschließlich Parkflächen betragen 15 000 Quadratmeter.

Doch wie berichtet, wollen sich einige Politiker nicht pro Einkaufszentrum auf dem Areal entscheiden. Dafür sind bisher SPD und Piraten.

Kammholz: „Wir haben alle Pläne mit der Landesplanung abgesprochen. Alle Auflagen sind erfüllt.“ Auch das CIMA-Gutachten der Stadt hätte sich für das Areal der ehemaligen Wäscherei ausgesprochen. Im Gutachten würde auch stehen, dass es eine Unterversorgung im Bereich Drogerie und Bekleidung gäbe. Zudem hätte dieses Einkaufszentrum eine gute Verkehrsanbindung.

Auch sei mit den Vertretern der Edeka-Zentrale besprochen worden, dass ein neuer Markt gebaut wird. Edeka-Schönbeck und Aldi würden von der Christian-IV-Straße beide auf das nahe gelegene Berendsen-Gelände umziehen. Weiterhin sind dort ein Drogerie-, Schuh- und Bekleidungsmarkt geplant.

Was Maurice Witt und Uwe Kammholz nicht nachvollziehen können: Politiker verlangen, dass sie für eine Nachnutzung der Gebäude an der Christian IV-Straße sorgen sollen. „Wir sind nur Mieter“, sagt Witt. Uwe Kammholz weiß wiederum: „Das dänische Bettenlager hat Interesse bekundet, dort einzuziehen.“

Sowohl Witt als auch Kammholz wollen endlich eine Entscheidung. „Wir haben alle Vorgaben erfüllt. Es spricht nichts gegen den Standort“, sagt Kammholz. Mittlerweile würde sich alles im Kreis drehen, sagt er zu Bedenken einiger Politiker. „Die Argumente der Gegner können wir nicht mehr nachvollziehen. “ Er wüsste gerne, wie die Glückstädter Bevölkerung darüber denkt.

Und Witt sagt: „Das Berendsen-Gelände ist das Beste, was uns passieren kann.“

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