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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 15:33 Uhr

Helfer im Einsatz : Alarm wegen Rost und Algen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ölfilm auf der Wettern entpuppt sich als harmlose Flüssigkeiten. Angler hatte Alarm geschlagen und die Feuerwehr in Marsch gesetzt.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 05:24 Uhr

Die Gewässerverunreinigung durch einen auf der Schliekwettern treibenden Ölfilm, zu der am Freitagnachmittag die Feuerwehren Glückstadt, Blomesche Wildnis und Kremdorf sowie Einheiten des Löschzuges Gefahrgut zum Krempdorfer Altendeich ausgerückt sind, hat sich letztendlich als Fehlalarm herausgestellt. Ein Angler hatte wegen der in Höhe des Schöpfwerkes auf rund 40 Quadratmeter bunt schillernden Wasseroberfläche die Polizei informiert. Beamte baten daraufhin um eine fachlich kompetente Lagebeurteilung durch Vertreter des Löschzugs Gefahrgut des Kreises Steinburg. Wegen der landesweit in den Leitstellen-Rechnern fest vorgegebenen Alarm- und Ausrückordnung rückte die Unterstützung daraufhin als „großes Besteck“ an.

Für den erst vor einer Woche zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Blomesche Wildnis gewählten Jens Schakulat war dies die erste Herausforderung als Einsatzleiter, wobei der Alarm Schakulat und seine Leute just während einer Trauerfeier erreichte. Die kurz darauf beginnende Lageerkundung bestätigte zunächst die vermeintliche Gewässerverunreinigung. Nach Feuerwehrangaben war vom Schöpfwerk der Schliekwettern über den Krempdorfer Bahngraben bis hin zur Fünfhufener Wettern auf rund 500 Meter Länge auf der Wasseroberfläche ein ölähnlicher Schleier zu erkennen. Während die mit ihrem Ölwehr-Container angerückte Glückstädter Feuerwehr erst einmal am Windpark in Bereitschaft ausharrte, setzen Kräfte des mit vier Fahrzeugen angerückten Löschzuges Gefahrgut zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung an mehren Stellen schwimmende Ölsperren.

Vorgenommene Wasserproben bestätigten den Anfangsverdacht einer schwerwiegenden Ölverschmutzung dann aber nicht. Weitere Nachforschungen mit dem inzwischen an der Einsatzstelle eingetroffenen Vertreter der unteren Wasserbehörde des Kreises Steinburg ergaben schließlich, dass vermutlich eine rostige Wasserleitung und Algen für den Film auf der Wasseroberfläche ausschlaggebend waren. Bevor der Gesamteinsatz gegen 15.45 Uhr abgebrochen werden konnte, mussten einige sich in Krempdorf befindliche Kräfte der Glückstädter Wehr mit First-Responder-Ausbildung wegen eines aus der Stadtstraße gemeldeten krankheitsbedingten Notfalls mit Sonderrechten in die Elbestadt zurückeilen.




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