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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 09:17 Uhr

Feuerwehr : Alarm in der Berufsschule

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Acht Menschen sind im Obergeschoss des Regionalen Berufsbildungszentrum in Itzehoe von Flammen eingeschlossen – zum Glück nur das Szenario für die Jahresübung der frewilligen Feuerwehr.

Rauch dringt aus dem Neubau des Regionalen Berufsbildungszentrums des Kreises. Im ersten Stock werden die Fenster aufgerissen, und Menschen rufen um Hilfe. Mark Bollhardt, stellvertretender Wehrführer, gibt das Zeichen zum Alarm auf der Wache.

Mit einem großen und vor allem verrauchten Szenario beeindruckt die Freiwillige Feuerwehr Itzehoe am Sonnabend die Zuschauer. Die Jahresübung zeigt allen Interessierten nicht nur den Ablauf, sondern vor allem die technischen Möglichkeiten der Wehr. „Einmal im Jahr machen wir eine Übung für die Bevölkerung“, so Bollhardt. Gemeinsam mit seinen Kameraden Holger Klein und Bernd Hoeft hat er die Übung ausgearbeitet. Im unteren Bereich des Neubaus werden zwei Personen vermisst, das Treppenhaus ist stark verräuchert, im Obergeschoss sind acht Menschen von den Flammen eingekesselt. Schon treffen die Mannschaftswagen der Feuerwehr am Einsatzort ein. „Heute geht es um Brandbekämpfung, Menschenrettung und Drehleiterrettung“, erklärt Bollhardt.

Bürgermeister Andreas Koeppen schaut sich die Arbeit „seiner“ Wehr genau an: „Es muss realistisch sein, damit die richtig üben können. Ich vertrau’ ganz auf unsere Wehr.“ Die Atemschutzteams dringen in das Untergeschoss vor und auch auf der Vorderseite des Gebäudes geht die Rettung der eingeschlossenen Menschen zügig voran.

Gottfried und Karin Kaina nutzen ihren 56. Hochzeitstag, um bei der Übung vorbeizuschauen. „Na klar hat uns das interessiert“, sagt Gottfried Kaina. „Die müssen ja mal ran. Ich bin beeindruckt über das technische Gerät. Es sind auch sehr viele junge Leute dabei.“ Seine Frau ist etwas kritischer: „Ich hab gedacht, wenn es ein Ernstfall ist, dauert es etwas lange.“

Das kann Mark Bollhardt nach Ende der Übung entkräften: „Es war gemein verraucht. Dadurch braucht man eine längere Zeit, um die Leute zu finden.“ Es seien dieses Mal viele Atemschutzträger im Einsatz gewesen, deshalb habe man in diesem Jahr auf den „obligatorischen“ Autounfall verzichtet. Die Übung wertet er als Erfolg: „Es war ganz easy, ist gut gelaufen.“


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erstellt am 12.Okt.2015 | 05:05 Uhr

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