gefahr : Alarm am Nachmittag: Gasleitung manipuliert

Kriegsrat: Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vor dem leer stehenden Haus in der Gutenbergstraße 22.
Kriegsrat: Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vor dem leer stehenden Haus in der Gutenbergstraße 22.

Ein Gasleck sorgt Mittwochnachmittag für Gefahr in Itzehoe. Schnell steht fest: Die Leitung wurde vorsätzlich beschädigt.

von
25. Juni 2014, 17:00 Uhr

Gestern, kurz vor 16 Uhr: Ein brennendes Essen in der unteren Hindenburgstraße hatte die Freiwillige Feuerwehr schnell im Griff. Doch der nächste Einsatz folgte sogleich – und er war deutlich brenzliger. Aus der Gutenbergstraße war Gasgeruch gemeldet worden. Die Feuerwehr stieß auf eine sehr gefährliche Situation, die offenbar vorsätzlich verursacht worden war.

20 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen sowie Polizei und Rettungsdienst eilten zum Einsatzort unweit der Feuerwache. Am Wohnungseingang auf der Rückseite des Gebäudes in der Gutenbergstraße 22 zeigte sich die Gefahr: „Es war extrem viel Gas zu messen“, schilderte Einsatzleiter Mark Bollhardt. Die Stadtwerke trennten den Gasanschluss für das Haus und verplombten ihn, die Feuerwehr lüftete.

Das dauerte wegen der gebotenen Vorsicht eine Weile, so dass eine Reihe Anwohner auf der Straße ausharren mussten. Die angrenzenden Gebäude waren sofort evakuiert worden – ein großer Schreck für die Betroffenen, zumal die Explosion in der nahen Schützenstraße erst ein gutes Vierteljahr her ist. Die Gutenbergstraße wurde abgesperrt. Durch die nahe Kaiserstraße floss der Verkehr zunächst noch, später wurde sie kurzfristig gesperrt.

Die Ursache für den Alarm war schnell klar – und sie war kaum zu glauben. Es sehe so aus, bestätigte die Polizei, als sei an der Gasleitung im Haus manipuliert worden. Anwohner berichteten, dass das Gebäude seit Jahren leer steht und komplett vernachlässigt werde. Türen stünden offen, so dass immer wieder Fremde in die Räume gelangten. Zudem seien erst am Mittwochmorgen Menschen an dem Haus gewesen.

Die Hintergründe für den Gasaustritt ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Sie war direkt nach dem Feuerwehreinsatz vor Ort.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen