zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 17:20 Uhr

Alarm: 415 Schüler mussten raus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Übung an der Gemeinschaftsschule: Feuerwehr nebelt Schulgebäude ein / Lehrer zeigen ihren Schützlingen die Fluchtwege

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2015 | 12:10 Uhr

„Wir haben wieder etwas gelernt“, zog Marlis Krumm-Voeltz ihr Fazit aus einer Brandübung gestern in der Gemeinschaftsschule Wilster. Einmal jährlich, vornehmlich direkt nach den Sommerferien, veranstaltet die Gemeinschaftsschule einen Probealarm zum Üben der Fluchtwege. „Die fünften Klassen sollen daran teilnehmen, denn das sind die Neuen, die sich noch nicht auskennen“, erklärt die Schulleiterin. Für die Notfallpläne, die in allen Klassenräumen aushängen, zeigt sich Lehrer Alexander Scholz verantwortlich. Seine Kollegen sind angehalten, die Fluchtwege mit ihren jeweiligen Schülern direkt bei Schuljahresbeginn zu besprechen.

Bei der gestrigen Übung sollte überprüft werden, ob die Fluchtwege allen bekannt sind und ob die richtigen Wege genutzt werden. Dazu hatten Jürgen Gross als Sicherheitsbeauftragter vom Amt Wilstermarsch und Wehrführer Ralf Theede ein Treppenhaus vernebelt, als der Alarm durch das Gebäude schallte. Geordnet und zügig gingen die Schüler von ihren Klassen zu den ihnen zugewiesenen Sammelplätzen, wo die Lehrkräfte die Vollzähligkeit überprüften. Insgesamt mussten an diesem Tag 415 Schüler das Gebäude verlassen. Hausmeister Oliver Haack und Kerstin Isbrecht aus dem Sekretariat kontrollierten derweil die Räume auf die Vorgaben: Fenster geschlossen, Außenjalousien hoch, Türen unverschlossen und niemand mehr anwesend. Vor der Schule wies Sekretärin Magdalene Martens die eintreffenden Rettungskräfte ein.

Bei der anschließenden Manöverkritik waren sich die Organisatoren einig, dass die Schwachpunkte, die im vergangenen Jahr bei einer groß angelegten Übung aufgetreten waren, ausgeräumt worden sind. Einzig die Lehrkräfte hatten bei der Räumung zeitliche Probleme. Der Fluchtweg musste den Schülern vorgegeben werden und die Klasse sollte begleitet sein, gleichzeitig waren die Fenster zu schließen und die Jalousien hochzufahren.

Ralf Theede bat zur Prävention um eine Auflistung der im Unterricht verwendeten Chemikalien in den naturwissenschaftlichen Räumen und wies darauf hin, dass riet zu einem Anwesenheitsnachweis. „ Wichtig ist, schnell vermisste Personen zu finden.“ Und Theede machte deutlich: „Nicht die Kinder um jeden Preis ins Freie bringen, der Rauch ist gefährlicher als das Feuer!“ Manchmal sei eine Rettung durch das Fenster besser, als den Weg durch den hochgiftigen Qualm zu wählen. Während einer Lehrerkonferenz werden Marlis Krumm-Voeltz und Alexander Scholz das Kollegium über Verbesserungen in Kenntnis setzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen