Wattolümpiade : Aktion „Stark gegen Krebs“ mit Maltherapie

Malen gegen die Ängste nach der Diagnose Krebs: Im Meldorfer Ambulanten Kinder-Hospiz-Dienst bat Jens Rusch (Mitte) an die Staffeleien. Jetzt wird die Maltherapie im Brunsbütteler Pauluszentrum angeboten.
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Malen gegen die Ängste nach der Diagnose Krebs: Im Meldorfer Ambulanten Kinder-Hospiz-Dienst bat Jens Rusch (Mitte) an die Staffeleien. Jetzt wird die Maltherapie im Brunsbütteler Pauluszentrum angeboten.

Die Krebsinformationstage sind längst etabliert, jetzt wendet sich der Wattolümpia-Verein mit einem neuen Angebot an Betroffene und Mitglieder von Krebs-Selbsthilfegruppen.

shz.de von
07. Januar 2015, 17:03 Uhr

Der Wattikan, der Vorstand des Wattolümpiavereins, erweitert im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Stark gegen Krebs“ sein Spektrum um eine Maltherapie für Krebskranke und Mitglieder von Krebs-Selbsthilfegruppen.

Nach erfolgreichem Auftakt mit Kindern und Eltern beim Ambulanten Kinder-Hospiz-Dienst in Meldorf wird die Reihe am 28. Januar im Gemeindezentrum der Pauluskirche in Brunsbüttel fortgesetzt.

Hans-Erich Sievers: „Die neuen Räume sind dort geradezu optimal für unsere Aktion“. Dagmar Delventhal freut sich auf diese Aktion: „Wir, die Kirchengemeinde Brunsbüttel, unterstützen das Engagement von Stark gegen Krebs. Wir würden uns freuen, wenn dieser Malnachmittag in unseren Räumen den Krebsbetroffenen sowie ihren Angehörigen hilft und ihnen ein paar Stunden beschert, in denen sie Schmerz und Ängste vergessen können.“

Gut ausgestattet tritt der Wattikan in diese Veranstaltungsreihe. 15 Staffeleien – von Tischler Dirk Seidel, der auch die Benefiz-Gitarren für den Wattikan anfertigte, zusätzlich mit einem praktischen Maltablett mit Farb- und Pinselhalter ausgestattet – und ausreichend Farben sowie Malgründe stellte der Verein Stark gegen Krebs e.V. aus Frankfurt/Main zur Verfügung. Das ist die Schwester-Organisation, die sich nach Brunsbütteler Muster bundesweit weiter entwickelt hat. Private Sponsoren spendeten Hunderte von Pinseln. wodurch die Teilnahme für Betroffene komplett kostenlos ist.

Der Brunsbütteler Künstler und Vater der Wattolümpiade, Jens Rusch, erklärt: „Meine Zielgruppe sind Menschen, die sich überhaupt nichts zutrauen und eigentlich ganz andere Probleme haben, als sich einem zusätzlichen Leistungsdruck auszusetzen.“ Ausgedacht hat sich Rusch diese Arbeitsweise während seiner eigenen Krebstherapie, als trotz Morphium die Schmerztherapie versagte. Erstaunlicherweise waren aber seine Schmerzen völlig verschwunden, nachdem er es geschafft hatte, sich an seine Staffelei zu setzen. Weitere Selbsthilfegruppen haben bereits bei der engagierten Brunsbütteler Gruppe nachgefragt.


>Die Teilnahme ist für Krebsbetroffene und Selbstilfegruppen kostenlos. Anmeldung für den 28. Januar bitte an das Paulusbüro, 04852/2075. Die Veranstaltung in der Kautzstraße 11 in Brunsbüttel beginnt um 15 Uhr.


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