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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 11:07 Uhr

Fest : Akteure für Fest der Nationen gesucht

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Stadtverwaltung plant Veranstaltung von Glückstädtern für Glückstädter / Menschen aus 71 Nationen leben in der Stadt

von
erstellt am 25.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Es war im Stadtpark – und es war ein voller Erfolg: Rund 10 000 Menschen feierten 1998 gemeinsam das „Fest der Völker“. Das Besondere: Menschen aus Glückstadt präsentierten ihre Kultur. Organisiert hatten dies damals privat die Glückstädter Erwin und Christine Büsing. Sie wollen auch jetzt helfen, dass solch ein Fest wieder möglich wird.

Stadtmanager Jingkai Shi und Katharina Schmidt von der Koordinierungsstelle Integration hatten zu einem ersten Treffen ins Rathaus eingeladen. Shi hat bereits viel von dem Fest gehört und möchte es gerne schon 2015 wiederbeleben – auch als Vorlauf für eine größere Veranstaltung im Jubiläumsjahr 2017. Denn in Glückstadt leben mittlerweile Menschen aus 71 Nationen. Bürgermeister Gerhard Blasberg sagte jetzt zu, dass das Fest wieder im Stadtpark stattfinden kann.

Bei diesem ersten Treffen waren unter anderem Vertreterinnen von Kindergärten dabei sowie Yasemin Zeybek vom türkischen Elternverein und die rumänische Familie von Cristina Beth. Mehr kamen nicht. Deshalb war ein Thema, wie die Menschen der verschiedenen Nationen angesprochen werden könnten. Erwin Büsing schlug vor: „Jeder spricht jemanden an, dann verdoppelt sich die Zahl schon mal.“ Nur durch die direkte Ansprache sei dies möglich.

Büsing erzählte von der Zeit, als er und seine Frau das Fest 1998 vorbereiteten. „Es ging uns nicht um Integration, wir wollten zeigen, was es gibt.“ Er und seine Frau hätten die Menschen persönlich angesprochen. „Wir hatten eine tolle Unterstützung von der Stadt. Alle waren mit Herzblut dabei.“ Schnell war klar: Wer mitmacht, muss auch etwas zum Bühnenprogramm beisteuern. „So sind die Singenden Herzen damals entstanden“, erzählte Büsing über das Engagement von Nikolai Schwarz von den Russlanddeutschen. Den Chor gibt es heute noch.

Büsing erzählte auch von dem Kontakt zu den Afrikanern, die aus Ghana und Kenia stammten. „Wir haben viel gelernt.“ Denn um sie zu überzeugen, mussten sie fünf Mal nach Hamburg in die Christuskirche fahren, wo sich die Afrikaner den Segen ihres Bischofs vorher einholen wollten. Irgendwann kam der Bischof tatsächlich und sagte seinen Schützlingen: „Ihr dürft aber nur in Landestracht auftreten.“ Dies war dann später einer der optischen Höhepunkte auf der Bühne.

Mit dabei waren auch örtliche Vereine und unter anderem die Familienbildungsstätte (FBS), die sich um die Kinderbetreuung kümmerte. FBS-Chefin Sabine Schade sagte bei dem jetzigen Treffen im Rathaus die erneute Teilnahme schon zu. Erwin Büsing lobte das Engagement der Vereine damals und hob den NABU hervor, deren Vorsitzende Dr. Sybille Petersen damals zu Führungen durch den Stadtpark eingeladen hatte. Büsing schlug vor, die Vereine wieder einzubinden. Was seine Frau Christine kommentierte: „Es war ein Fest von Glückstädtern für Glückstädter.“

Finanziell stand das Fest damals auf mehreren Beinen: Zum einen boten kommerzielle Standbetreiber Essen an und zahlten Standgebühren, dann gab es eine Tombola und Sponsoren. Die damalige amerikanische Firma Buckeye feierte bei dieser Veranstaltung ihr Betriebsfest und spendete dafür. 10 000 Euro habe das Fest gekostet, so Büsing. Es sei sogar ein kleiner Betrag übriggeblieben, der gespendet wurde.

Über das Fest hatte damals Eberhard Krüger für den Glückstädter Filmclub einen Film gedreht. Dieser soll noch bei einem der nächsten Treffen gezeigt werden. Vereinbart wurde jetzt, dass das nächste Treffen für Interessierte am 15. Januar um 19 Uhr im Ratssaal stattfindet.

Erste Überlegungen, wann das Fest der Nationen stattfinden soll, tendieren zum September oder Oktober – auch weil die Sommerferien 2015 bis Anfang September gehen. Erwin Büsing schlug den 3. Oktober vor, der im kommenden Jahr auf einem Sonnabend liegt.

Wer sich beteiligen will, kann Kontakt aufnehmen zu Jingkai Shi (04214/930100) oder Katharina Schmidt (930530).

 

 

 

 

 

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