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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 23:24 Uhr

Aha-Erlebnisse beim Unternehmer-Schaufenster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 23.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Ist das Angebot noch richtig? Die Frage stelle sich permanent, meint Bernhard Rösler. Auch bei Veranstaltungen. Beim Blick in die Runde kann der Vorsitzende des Vereins Hightech Itzehoe beruhigt sein: „Wieder eine kleine Rekordzahl“, freut er sich beim 7. Unternehmer-Schaufenster. 150 Teilnehmer sind angemeldet, noch mehr gekommen. Bisher habe der Verein bei diesen Treffen 1000 Gäste gehabt, ergänzt der 2. Vorsitzende Thomas Schmidt. „Man sieht, dass Bedarf war für solche Art von Veranstaltungen.“

Dann hat der Gastgeber das Wort: Burkhard Scholz von der Europ Coating GmbH aus Hohenlockstedt. Seit 2009 ist der Sachse Geschäftsführer des Unternehmens, das sich zu einer Größe auf dem Markt für die Beschichtung von Oberflächen entwickelt hat. Die Bandbreite ist enorm: Scholz bringt mit einem Foto des Porsche 918 Spyder die Männeraugen zum Strahlen, die Abgasanlage trägt eine Schicht aus Hohenlockstedt. Dasselbe gilt für Stifte, Brillen, Brennstoffzellen, medizinische Instrumente, Kochtöpfe und Schmuck. All das passiert im Vakuum mit Hilfe von Gasen und Druck, abhängig von Material und Zusammensetzung des Gases sei eine Vielzahl metallischer Farben möglich, so Scholz. „Das ist für uns wichtig, weil wir vor allem im dekorativen Bereich arbeiten.“

40 Angestellte sind tätig in Hohenlockstedt und Olbersdorf in Sachsen sowie den Entwicklungsstandorten Dresden und Tuttlingen. Sie erwirtschaften einen Umsatz in Höhe von 3,3 Millionen Euro, „und wir haben noch viel vor“. Ein neues Geschäftsfeld sind antibakterielle Beschichtungen für Türgriffe und Handläufe, interessant zum Beispiel für Kliniken. Spezielle Prothesen und chirurgische Instrumente werden entwickelt, ebenso wie Formgedächtnislegierungen: Solche „Ersatzteile“ für den Körper werden möglichst minimalinvasiv platziert und erlangen erst am Ort der Bestimmung die gewünschte Form. In der Entwicklung kooperiere Europ Coating eng mit Universitäten und Fraunhofer-Instituten, sagt Scholz. Die Ausstattung ist hochmodern, doch vor allem setzt der Geschäftsführer auf sehr gute Teamarbeit: „Bei all der Technik, die wir im Haus haben, ist das prüfende Auge unser Mitarbeiter in der Qualitätssicherung nicht zu ersetzen.“

Häufig gehörte Meinung im Publikum: Von diesem Unternehmen wussten nur wenige. Das Schaufenster hat sein Ziel erreicht, vielleicht sogar mehr: „Wir wollen uns viel mehr vernetzen im Norden“, sagt Scholz. Deshalb ist er in den Verein Hightech Itzehoe eingetreten, das 32. Mitglied. Marion Duus aus dem Innovationszentrum IZET in Itzehoe begrüßt ihn im Verein und wirbt um Nachahmer: „Je größer das Team ist, desto mehr können wir gemeinsam bewegen.“

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