Ärztehaus: Kommunalpolitiker hoffen auf baldigen Bau

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20. Juli 2015, 14:10 Uhr

Die Zukunft der medizinischen Versorgung in Hohenlockstedt - die Politik hat sich aus diesem Thema verabschiedet. Grund: Über Bau und Betrieb eines möglichen Ärztehauses verhandeln Bauherren, Investoren und Ärzte schon seit einiger Zeit unter sich. Ohne Beteiligung der Kommunalpolitiker. Die Gemeindevertretung begleitet das Vorhaben jedoch weiterhin positiv. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter.

Eineinhalb Jahre befassten sich die Kommunalpolitiker mit dem Thema, das die CDU angeregt habe, so der Sozialausschussvorsitzende Theodor Scheit (SPD). Auch ein Arbeitskreis sei gebildet worden, er habe jedoch selten getagt. Dies auch, „weil sich im Laufe der Zeit die Entwicklung verselbstständigt hat und Investoren und Interessenten in eigener Regie beraten haben“. Deshalb regte Scheit an, zwei vorher gefasste Beschlüsse aufzuheben. Darin ging es um den Arbeitskreis und um die Unterstützung der Gemeinde zum geplanten Bau eines Ärztezentrums in zentraler Lage. Dieser Beschluss sollte nach der Empfehlung des Sozialausschusses aufgehoben werden, weil ein gemeinsames Vorgehen von Gemeinde und Investoren bei der weiteren Planung nicht zustande gekommen ist.

Diesem Antrag folgte die Mehrheit der Vertretung, ebenso wie einem Folgebeschluss. Darin betont die Gemeindevertretung, dass sie mit großem Interesse die Arbeit einer Investorengruppe und einiger Ärzte an einem Projekt, das helfen soll, die zukünftige medizinische Versorgung Hohenlockstedts sicherzustellen, verfolge. „Eine Konkretisierung der Planungen kann und wird darüber hinaus der Entwicklung unserer Gemeinde neue Impulse geben können.“ Die Gemeindevertretung begrüßt deshalb das Engagement der Beteiligten ausdrücklich und hofft, dass das Projekt schon bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann.

Gegenstimmen kamen hier lediglich aus dem Lager der Fraktion Bürger für Hohenlockstedt (BfH). „Von uns in der BfH weiß niemand, was die Ärzte oder Investoren planen. Und wenn wir wird dies nicht wissen, können wir auch nichts begrüßen“, begründetet der BfH-Fraktionsvorsitzende Carsten Fürst die Ablehnung.

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