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Hohenlockstedt : Ärger um RSH-Beach-Party am Hungrigen Wolf

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Besucher stehen auf dem Hungrigen Wolf in Hohenlockstedt erst stundenlang im Regen und werden dann abgewiesen. Andere Party-Gäste haben aber ihren Spaß.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 04:51 Uhr

Hohenlockstedt | Regen und Trockenheit, Licht und Schatten – das erlebten die Gäste bei der RSH Beach-Party in Hohenlockstedt am Wochenende. Am Sonnabend sorgte die große Fete im Hangar B am Hungrigen Wolf, ausgerichtet vom Itzehoer Meister für Veranstaltungstechnik Heiko Arp („HEI Tech“) gemeinsam mit Jessica Jürgs („Diamant Feuerwerk“), für Lob und heftige Kritik gleichermaßen.

Über 1500 Besucher feierten da ausgelassen bis in den Morgen – zumindest die, die hinein kamen. Andere wurden – aufgrund von Auflagen, die nur eine Höchstbesucherzahl zuließen – an der Kasse nach teilweise stundenlangem Anstehen im Regen – wieder abgewiesen, obwohl viele den Eintritt im Vorverkauf bereits bezahlt hatten. Das fanden diese natürlich gar nicht witzig und beklagten sich im sozialen Netzwerk lautstark darüber. Das Feuerwerk um 23 Uhr erlebten viele so nur von außen im dichten Gedränge und im Dunkeln. „... und sowas läuft unter dem Namen RSH? Das organisiert eine Privatperson besser“, war noch einer der harmloseren Kommentare.

Weitere Kritikpunkte waren verschmutzte Toiletten, unfreundliche Securities, „unfähiges“ Personal, falsch kalkulierte VIP-Area, Dunkelheit und Schlägereien. Viele forderten ihr Geld zurück. Diejenigen, die es in den Partyhangar geschafft hatten, einem 1200 Quadratmeter großen ehemaligen Hubschrauber-Unterstand, fanden es allerdings überwiegend gut. So sagte Lynn Thedens aus Wilster, die mit ihrer Freundin Melanie Bracker da war: „Ich kenne es eigentlich so, dass der Sand draußen und nicht drinnen liegt. Dass man hier auf Sand tanzen kann, ist mal etwas Neues.“ Viele hatten sich da schon die Schuhe ausgezogen und liefen Barfuß durch die Halle.

Volker Mittmann an seinem DJ-Pult fand für das vor ihm statt findende dichte Partytreiben nur eine Beschreibung: „Gigantisch! Es war um 22 Uhr schon voll.“ Die Besucher tanzten da vor ihm dicht gedrängt in der mit 50 Tonnen Sand aufgebauten Beachlandschaft in der riesigen Halle unter einem bunt beleuchteten Traversen Quaree. Hier tat auch immer wieder einsetzender Regen einiges dazu, dass die Menschenmassen sich innerhalb des Hangars tummelten, die Außenbereiche lange Zeit leer blieben. Zwei Kamerateams der Agentur „filmreif TV“ aus Hamburg begleiteten die Großveranstaltung. Stefan Tuchel und Matthias Schmitz waren zwei aus dem insgesamt siebenköpfigen Team und angetan von den Besuchern. „Sie waren alle superfreundlich, ein angenehmes Arbeiten“, so sein Fazit. Das Material soll innerhalb der kommenden drei Wochen bei „taff“ auf Pro Sieben zu sehen sein, wie Redakteurin Paulina Drosdalski ankündigte. In einer für für manche frustrierenden, aber auch für viele schönen Nacht entschuldigte sich Veranstalter Heiko Arp noch während der Veranstaltung für die Unannehmlichkeiten: „Dass wir viele wieder abweisen mussten, tut uns sehr Leid. Aber wir müssen die Bestimmungen einhalten“, bat er um Verständnis.

Infos auf www.hangar-b.de.

 

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