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Ältere Autofahrer sind nicht automatisch ein Risiko

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nur weil immer mehr Autofahrer auch im Kreis Steinburg in die Jahre kommen, stellen sie nicht automatisch ein höheres Verkehrsrisiko dar. „20 Prozent der Bevölkerung sind schon heute über 65. Im Verhältnis sind Senioren im Straßenverkehr aber nicht besonders auffällig.“ Das betonte der Stabschef der Polizeidirektion in Itzehoe, Kai Szimmuck, bei einer Diskussion mit Kreistagsabgeordneten. Weiter sagte er: „Ich warne davor, sich bei Verkehrsdelikten zu sehr auf die ältere Generation zu fokussieren. Auch stellt sich die Autoindustrie immer mehr auf diese Gruppe mit dem Angebot von Fahrassistenten ein.“

Eine Risikogruppe stellten da eher die 18- bis 24-Jährigen dar. Bei den Männern gehe es dabei zumeist um eine aggressivere Fahrweise und Verstöße gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen. Frauen hingegen fielen häufiger durch Vorfahrtsverletzungen auf. Die Frage des stellvertretenden Landrats Dr. Heinz Seppmann (CDU), ob dies „hormonelle Gründe hat“, blieb unbeantwortet im Raume stehen.

Diskutiert wurde auch das häufig zu beobachtende Fehlverhalten von Radfahrern. Laut Polizei würden hier häufiger Verkehrskontrollen gemacht – zuletzt am 20. Januar am Adler in Itzehoe. Generell, so Verkehrsexperte Michael Raupach, sei die Zahl von Unfällen mit einer Beteiligung von Radfahrern aber rückläufig. Kritisch äußerten sich die Beamten allerdings zu der Frage, ob die Pflicht zur Nutzung von Radwegen aufgehoben werden soll. „Dann schicken wir auch Schulkinder auf die Straße“, warnte Raupach. Hier müsse im Zweifel geprüft werden, ob die Radwegpflicht Sinn mache oder nicht.

Die Piraten-Abgeordnete Ilona Adamsky sprach das Problem vagabundierender Radfahrer in Kreisverkehren an und nannte als Negativ-Beispiel insbesondere die Kreisel in Wellenkamp. Raupach: „Das Problem ist uns bekannt. Die Rechtslage ist da aber eindeutig: Auch Radfahrer müssen beim Einbiegen in den Kreisverkehr rechts abbiegen.“

Schließlich wurde noch die Frage aufgeworfen, ob man Standorte für die Geschwindigkeitsmessung im Vorfeld öffentlich bekannt geben sollte. Generell hätte die Polizei damit kein Problem. Allerdings müsse auch der Kontrolldruck aufrecht erhalten werden, um erfolgreich sein zu können.

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erstellt am 02.Feb.2015 | 10:03 Uhr

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