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Aebtissinwisch: Haushaltsloch wird immer größer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2016 | 10:14 Uhr

Diskussionslos nahmen die Bürger von Aebtissinwisch in der jüngsten Sitzung der Gemeindeversammlung den wenig erfreulichen Jahresabschluss ihrer Gemeinde für das Jahr 2015 zur Kenntnis. Schließlich zeigt dieser eine negative Entwicklung auf. Das Haushaltsloch der Gemeinde hat sich nochmals um gut 7000 auf jetzt 19  400 Euro vergrößert. Weil auch in den nächsten Jahren mit weiteren Defiziten gerechnet werden müsse, sei die Gemeinde weiterhin gehalten, Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen zu ergreifen, schrieb Bürgermeisterin Regina Kraft in ihren Lagebericht zur Finanzsituation der Gemeinde.

Das Geldvermögen der Gemeinde belief sich Ende 2015 noch auf 15  800 Euro. Davon wurden kurzfristige Verbindlichkeiten von rund 11  000 Euro beglichen, so dass der Gemeinde jetzt noch liquide Mittel von 4800 Euro zur Verfügung stehen. Im Lagebericht der Bürgermeisterin wird deshalb auch deutlich gemacht: „Angesichts der Haushaltsplanung 2016, die eine Änderung der liquiden Mittel um minus 22  500 Euro vorsieht, ist die Liquidität der Gemeinde nicht mehr gesichert.“ Die Bilanzsumme der Gemeinde reduzierte sich im vergangenen Jahr um rund 15  400 Euro auf 96  700 Euro. Haushaltsüberschreitungen von gut 5000 Euro wurden von der Gemeindeversammlung einstimmig genehmigt.

Auch mit der Einwohnerzahl der Gemeinde geht es nach Mitteilung von Regina Kraft weiterhin bergab. Nach 60 Einwohnern zum Jahresbeginn sind jetzt nur noch 58 Personen in Aebtissinwisch gemeldet. Regina Kraft ist dennoch hoffnungsvoll: Es gebe noch einen Bauplatz und einen leer stehenden Hof in der Gemeinde. „Vielleicht verirrt sich doch der eine oder andere nach Aebtissinwisch“, rief sie zur aktiven Werbung auf. Übrigens: Am 16. Juli feiert die Gemeinde ihr 475-jähriges Bestehen.

Zur Pflege des Dorfes will die Gemeinde neben der bislang mit vier Stunden pro Monat tätigen Kraft eine zusätzliche Kraft mit einem Kontingent von zwei Stunden pro Monat einstellen. Dafür wurde eine 1. Nachtragshaushaltssatzung erforderlich, mit der die Kosten von 400 Euro im Jahr offiziell ausgewiesen werden.

Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung berichteten Robert Pieper und Richard Meier vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel über die Baumaßnahme im Ecklaker Dyrßenmoor zur Ablagerung des Bodenaushubs aus dem Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel.

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