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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 20:59 Uhr

Adventskalender voller Leben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Mal ist der Treffpunkt die Garage oder der Carport, mal vor der Haustür: Der lebendige Adventskalender ist in der Edendorfer Thomas-Kirchengemeinde längst zur Tradition geworden. Bis zum Heiligen Abend gibt es täglich um 18.30 Uhr neue Gastgeber.

Familie Böse in der Conrad-Röntgen-Straße hat unter das Carport-Dach eingeladen. Schon von Weitem lädt ein Holzfeuer im stählernen Korb zum Beisammensein ein. „Wir machen das schon seit Jahren“, erzählt Sven Böse, der dabei von der ganzen Familie unterstützt wird. „Es ist jedes Mal etwas Wunderbares, sich hier zu treffen. Es ist eine sehr schöne Gelegenheit, mit anderen in Kontakt treten zu können“, sagt Helga Rosenwanger. Sie schätzt das gemeinsame Singen und Erzählen in einer netten Atmosphäre. „Das gehört zu einer guten Nachbarschaftspflege“, ist die Edendorferin überzeugt. Es sei so eine Art Nachrichtenbörse vor der Haustür.

Bei einer kleinen vorweihnachtlichen Andacht gibt es Lieder und Geschichten für große und kleine Leute, dazu meist ein kurzes Gebet. An einigen Abenden wird das Treffen vom Posaunenchor musikalisch verstärkt. Anschließend ist bei Glühwein, Kinderpunsch oder Tee Zeit für Gespräche, häufig mit offenem Ende – weil es immer wieder so gemütlich ist. Oft werden Schmalzbrote, Laugenkastanien, Christstollen oder andere weihnachtliche Leckereien gereicht. Jeder Gastgeber ist frei in der Gestaltung. Selbst während Orkan „Xaver“ fiel der Adventskalender nicht aus. „Kurzerhand hatte die Gastgeberin dazu alle in ihr Wohnzimmer gebeten. Und das waren selbst an diesem stürmischen Tag immerhin 14 Personen“, erinnert sich Pastor Arne Findeisen lächelnd.

„Ich genieße es jedes Mal“, sagt Michaela Wendtland vom Albert-Schweitzer-Ring. „Man kann hingehen, wenn man es schafft, muss es aber nicht jeden Tag tun.“ Sie selbst richtet seit Jahren mit ihrer Familie diese Abende aus. Fast immer dabei ist Iris Gollnick aus dem Holtweg, die nicht nur zu den Gastgebern gehört, sondern auch für die Terminplanung verantwortlich ist. Wenn der Glühwein mal nicht reiche, habe sie für alle Fälle noch ein paar Flaschen in Reserve. Und für Advent 2014 hat sie bereits eine Reihe Anmeldungen notiert. Dann geht es schon am 30. November los – denn das ist erste Adventssonntag.

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