Achtklässler fit für Alltag, Wirtschaft und Beruf

Kaufverträge: Unter der Leitung von Björn Stilhoff (hinten) und Fachlehrer Johannes Schmidt (vorne re.) lernten (v. l.) Nina, Isaja, Jule und Antonia die wesentlichen Merkmale kennen.
Kaufverträge: Unter der Leitung von Björn Stilhoff (hinten) und Fachlehrer Johannes Schmidt (vorne re.) lernten (v. l.) Nina, Isaja, Jule und Antonia die wesentlichen Merkmale kennen.

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17. Juni 2014, 05:00 Uhr

Vier Mal hatten sie sich beworben – jetzt hat es geklappt: Eine achte Klasse des Sophie-Scholl-Gymnasiums (SSG) nahm gemeinsam mit ihrem Wirtschaft-Politik-Lehrer Johannes Schmidt an dem Projekt „Fit für die Wirtschaft“ teil. Dabei handelt es sich um ein bundesweites Juniorprojekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln in Zusammenarbeit mit der Targobank-Stiftung. Als Wirtschaftsexperte besuchte Björn Stilhoff, Kundenbetreuer bei der Bank in Elmshorn, die Achtklässler für vier Doppelstunden. Er brachte ihnen wirtschaftliche Prozesse näher, unterstützte bei der Berufswahl und informierte über den vernünftigen Umgang mit den eigenen Finanzen.

Bei der Themenwahl schöpften Stilhoff und Schmidt aus einem reichhaltigen Fundus, den das Projekt mitliefert. „Es bietet ein fertiges Konzept, das man auf seine Bedürfnisse zuschneiden kann“, so Schmidt. Auch die Wünsche der Schüler wurden dabei beachtet. Das Besondere an dem Projekt sei der „echte Experte“, der den Schülern die Inhalte authentisch und praxisnah vermittele und aus dem eigenen Berufsalltag erzählen könne, so Schmidt. Er selbst trete in diesen Stunden eher in den Hintergrund. Und er resümiert: „Wir haben bisher sehr positive Erfahrungen gemacht.“

Dies konnten die Schüler bestätigen, die am letzten Projekttag an ihrem Wissen rund um Kaufverträge und rechtliche Fragen feilten. „Ein Kaufvertrag ist nur rechtens, wenn sich beide Seiten einig sind“, erklärte Bjarne, während er in seinem Materialheft arbeitete. Dieses gebe es zum Projekt dazu und sei praktisch, „weil wir alles darin nachlesen können“, findet er. „Solche Themen behandelt man im regulären Unterricht nicht so sehr“, merkte Leander an. Beispielsweise über die persönlichen Stärken und Schwächen mache man sich sonst wenig Gedanken, erklärte Nina. Dies stand ebenso auf dem Programm wie Vorbereitungen auf ein Vorstellungsgespräch, berichtete Antonia. Und Jule ergänzte: „Wir wissen jetzt auch, wie der erste Eindruck entsteht.“

Gerade für die, denen noch nicht klar ist, in welche Richtung sie später beruflich gehen möchten, sei das Projekt „eine gute Hilfe“, so Tom. Und Isaja resümierte: „Wir sind nun besser auf das spätere Berufsleben vorbereitet – und aufs Berufspraktikum im nächsten Schuljahr.“

Im Anschluss an das Projekt erhielt jeder Schüler ein Teilnahmezertifikat. Eine Wiederholung am SSG im kommenden Jahr sei in Planung, so Schmidt.

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